Kurzarbeit: Jetzt trifft es auch BASF-Mitarbeiter in Schwarzheide

Berlin -  Der Chemiekonzern BASF schickt am Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) 213 seiner rund 2000 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Ein Mitarbeiter der BASF Schwarzheide GmbH im südbrandenburgischen Schwarzheide geht über eine Brücke zu einem Tanklager.
Ein Mitarbeiter der BASF Schwarzheide GmbH im südbrandenburgischen Schwarzheide geht über eine Brücke zu einem Tanklager.  © Patrick Pleul/ZB/dpa

Das Unternehmen reagiert nach eigenen Angaben damit auf den deutlichen Nachfragerückgang in Abnehmerbranchen wie etwa der Automobilindustrie. 

Dort habe der Produktionsstopp verschiedener Hersteller zu Absatzeinbrüchen für mehrere Betriebe am Lausitzer Produktionsstandort geführt, wie BASF am Montag weiter mitteilte. 

Von Kurzarbeit betroffen sind zunächst Mitarbeiter, die in Anlagen arbeiten, in denen technische Kunststoffe, Wasserbasislacke und Schaumstoffe hergestellt werden.

Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass die Kurzarbeit zunächst über einen bestimmten Zeitraum für einige Betriebe nötig sein werde, erklärte Arbeitsdirektor Colin von Ettingshausen. Es werde alles daran gesetzt, mit dieser schwierigen Situation solidarisch umzugehen. 

Der Betriebsratschef am Standort Schwarzheide, Klaus-Peter Müller zeigte sich zuversichtlich, dass die Krise gemeinsam gut gemeistert werden könne. "Um die Effekte des Nachfragerückgangs der Märkte so verträglich wie möglich zu bewältigen, müssen wir auch als Standort insgesamt weiter zusammenhalten."

Schwarzheide ist nach Angaben des Chemieunternehmens einer der größten Produktionsstandorte von BASF in Europa. Am Lausitzer Standort werden unter anderem Basislacke und Kunststoffe für die Automobilindustrie, Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel und Schaumstoffe für Sportschuhe und Matratzen hergestellt.

Seinen Stammsitz hat der Chemiekonzern in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz.

Titelfoto: Patrick Pleul/ZB/dpa

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