Wieder Corona-Party in der Hasenheide: Tausende Feiernde hinterlassen Spur der Verwüstung

Von Johannes Kohlstedt

Berlin - Nach dem CSD ist vor der Party. Erneut haben sich am Samstagabend Tausende Feierwütige in der Neuköllner Hasenheide versammelt.

Leicht bekleidete Frauen feierten nach der Teilnahme am Christopher Street Day in der Hasenheide weiter.
Leicht bekleidete Frauen feierten nach der Teilnahme am Christopher Street Day in der Hasenheide weiter.  © Morris Pudwell

Die Polizei hatte eine Menge zu tun. Durch die engen Büsche trafen die Beamten immer wieder auf kleinere Menschenmengen. Nach TAG24-Informationen wuchs das Partyvolk insgesamt auf etwa 4500 Menschen an.

Die hohen Temperaturen und der Alkohol sind den Feiernden immerhin nicht zu Kopf gestiegen. Anders als noch vor wenigen Wochen wurde die Polizei bei der Auflösung der Party nicht angegriffen. Friedlich konnten sie die feiernden Menschenmengen zerstreuen.

Dafür wurde aber ein anderes Problem deutlich: der Müll. Überall lagen Bierflaschen, Dosen, Plastik- und Essensreste in dazugehöriger Verpackung herum. Auch die Pflanzen wurden ordentlich in Mitleidenschaft gezogen.

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Das könnte noch ein teures Nachspiel für den Bezirk Neukölln werden. Schon im Juli vergangenen Jahres kam es zu einem ähnlichen Vorfall, als circa 3000 Menschen in der Hasenheide gefeiert hatten.

Tausende Menschen hatten sich in der Hasenheide versammelt. Überall liegt Müll und Bierflaschen herum.
Tausende Menschen hatten sich in der Hasenheide versammelt. Überall liegt Müll und Bierflaschen herum.  © Morris Pudwell

Die Kosten: knapp 88.000 Euro. "Spätestens mit dieser Bilanz sollte allen klar sein, dass Partys in Grünanlagen keine Option sind", erklärte ein verärgerter Bürgermeister Martin Hikel (35, SPD) der dpa. Es gehe um Müllentsorgung, noch gravierender seien aber die Schäden an der Vegetation, so Hikel.

Titelfoto: Morris Pudwell

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