145.000 Euro Soforthilfen erschlichen: Mutmaßlicher Corona-Betrüger landet in U-Haft

Berlin - In nur einem Monat soll ein Verdächtiger mit Komplizen in Berlin 145.000 Euro Corona-Soforthilfen erschlichen haben.

Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.
Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der 30-Jährige sitze nun in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Ihm werde Subventionsbetrug vorgeworfen.

Der mutmaßliche Betrüger soll für seinen nicht mehr aktiven Edelmetallhandel mit einem Geschäftspartner insgesamt 145.000 Euro von der Berliner Investitionsbank kassiert haben. Vom 31. März bis zum 30. April seien zehn Anträge gestellt worden.

Der 30-Jährige soll dafür nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem Partner mittellose Personen veranlasst haben, Konten zu eröffnen und eine unternehmerische Tätigkeit vorzutäuschen, um dann Gelder aus Corona-Soforthilfeprogrammen zu bekommen.

Die Staatsanwaltschaft geht von weiteren Betrugsfällen sowie Verdächtigen aus. Über mehrere Gesellschaften des 30-Jährigen sollen insgesamt 200.000 Euro erschlichen worden sein. Es werde weiter ermittelt, hieß es.

Der Hauptverdächtige war am Dienstag in seiner Wohnung in Neukölln verhaftet worden. Bei der Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume beschlagnahmten die Ermittler laut Angaben umfangreiche Beweismittel. Diese würden jetzt ausgewertet.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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