Corona-Startschuss für Berlinale 2021 im Internet: Festival für Publikum im Sommer geplant

Berlin - Die Berlinale, eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt, muss neue Wege beschreiten: Die als Publikums-Event bekannte Veranstaltung muss vorerst ins Internet ausweichen.

Der Goldene Bär, die höchste Auszeichnung der Berlinale, wird im Jahr 2021 aufgrund der Corona-Pandemie in einer Online-Abstimmung vergeben.
Der Goldene Bär, die höchste Auszeichnung der Berlinale, wird im Jahr 2021 aufgrund der Corona-Pandemie in einer Online-Abstimmung vergeben.  © Christoph Soeder/dpa

Die Filmfestspiele in Berlin mussten wegen der Corona-Pandemie umplanen - erst im Juni ist ein Festival fürs Publikum geplant.

Am Montag begann stattdessen ein digitaler Branchentreff. Fachleute und Journalisten können in den nächsten Tagen ausgewählte Filme online sehen.

Eigentlich findet die Berlinale jährlich am Potsdamer Platz statt. Neben Schauspielern und Regisseuren kommen auch Zehntausende Besucher.

Rund 330.000 Tickets waren im vergangenen Jahr verkauft worden. Die Berlinale war eine der letzten großen Veranstaltungen, die 2020 noch stattgefunden hatten.

Mittlerweile sind die Kinos in Deutschland seit rund vier Monaten wieder geschlossen. Am Sonntagabend machten Kinobetreiber auf ihre Lage aufmerksam - bundesweit ließen sie Filmtheater leuchten.

Mit der Aktion wollten sie dafür werben, ihren Häusern eine Perspektive zu geben. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) das weitere Vorgehen in der Pandemie.

Die Berlinale heißt bei Twitter Fachleute und Journalisten zum digitalen Branchentreff willkommen

Mehrere Produktionen von deutschen Regisseurinnen und Regisseuren gehen 2021 ins Rennen um den Goldenen Bären

2020 war die Berlinale eine der letzten großen Veranstaltungen, die noch unter halbwegs normalen Bedingungen stattgefunden hatte.
2020 war die Berlinale eine der letzten großen Veranstaltungen, die noch unter halbwegs normalen Bedingungen stattgefunden hatte.  © Michael Kappeler/dpa

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals. Am Freitag wird bekannt gegeben, wer in diesem Jahr die höchste Auszeichnung bekommt - den Goldenen Bären für den besten Film.

Insgesamt 15 Filme gehen ins Rennen, darunter sind mehrere Produktionen von deutschen Regisseurinnen und Regisseuren.

Schauspieler Daniel Brühl (42) zum Beispiel führt in "Nebenan" erstmals selbst Regie. Im Film treffen zwei unterschiedliche Menschen in einer Berliner Kneipe aufeinander.

Regisseur Dominik Graf (68) hat mit "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" einen Roman von Erich Kästner verfilmt - die Hauptrolle spielt Tom Schilling (39).

Filmemacherin Maria Schrader (55), die zuletzt mit der Netflix-Serie "Unorthodox" erfolgreich war, geht ebenfalls ins Rennen. Im Film "Ich bin dein Mensch" geht sie der Frage nach, ob man sich in humanoide Roboter verlieben könnte.

Die Hauptrollen spielen Maren Eggert (47) und Dan Stevens (38, "Downton Abbey"). Auch der Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse" von Regisseurin Maria Speth läuft im Wettbewerb.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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