Berliner nach 30 Tagen Corona-Quarantäne endlich wieder frei

Berlin - Am 29. Februar hatte das Coronavirus auch die Hauptstadt erreicht. Ein 22-Jähriger wurde als Erster überhaupt in Berlin mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Folge: All seine Kontaktpersonen mussten in Quarantäne, darunter auch Albrecht Plettenberg.

Am Wochenende musste der Boxhagener Platz gesperrt, weil dort zu viele Menschen unterwegs waren. (Symbolbild)
Am Wochenende musste der Boxhagener Platz gesperrt, weil dort zu viele Menschen unterwegs waren. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Am Montag konnte der 24-Jährige erstmals vor die Tür - nach insgesamt 30 Tagen Quarantäne. So lange musste bislang kein Berliner warten.

Angefangen hat alles mit einem Weinabend am 29. Februar, als plötzlich ein Bekannter von ihm zusammenbrach. "Wir haben Erste Hilfe geleistet, und am Sonntag kam dann der Anruf: 'Er ist jetzt positiv auf Corona getestet worden. Das ist jetzt kein Spaß'", erzählte er der RBB Abendschau

Als Kontaktperson wurde er prompt in die Quarantäne geschickt. 

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Dass die Inkubationszeit tatsächlich bis zu zwei Wochen dauern kann, bekam Albrecht Plettenberg selbst zu spüren. An Tag 13 wurde auch der junge Mann positiv getestet, hat aber nur leichte Symptome.

Via Instagram ließ der 24-Jährige seine Freunde an der Quarantäne teilhaben. Doch so ein Leben in den eigenen vier Wänden kann ganz schön eintönig werden. Da helfen auch die vielen Serien auf Netflix und Co. nicht.

"Dann habe ich angefangen, eine Routine reinzukriegen. Morgens Yoga gemacht, dann habe ich mich wieder ordentlich angezogen, die Wohnung ordentlich aufgeräumt und mich selber geordnet. Wenn man alleine ist, denkt man unheimlich viel nach."

Erst nach über vier Wochen kann er endlich wieder vor die Tür - und erlebt ein ganz anderes Berlin. Veranstaltungen wurde abgesagt, alle Clubs, Kneipen und Bars mussten dichtmachen, Restaurants bieten, wenn überhaupt, nur noch Lieferservice an.

Wie alle anderen auch soll der 24-Jährige am besten in der Wohnung bleiben, darf aber immerhin endlich wieder mal spazieren gehen. 

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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