42-Jähriger feuert Schreckschusswaffe ab und wehrt sich gegen SEK

Berlin - Am Sonntag bekam ein 42-jähriger Mann in Marzahn-Hellersdorf Besuch vom SEK. Er soll zuvor eine Schreckschusswaffe eingesetzt haben, von der aber bislang jede Spur fehlt.

Die Polizei hatte am Sonntag ordentlich zu kämpfen, weil ein 42-Jähriger Ärger machte. (Symbolbild)
Die Polizei hatte am Sonntag ordentlich zu kämpfen, weil ein 42-Jähriger Ärger machte. (Symbolbild)  © 123rf/Claudia Nass

In der Nähe des U-Bahnhofs Kaulsdorf-Nord soll der 42-Jährige zwei andere Männer mit einer Schreckschusswaffe beschossen haben. Das teilte die Berliner Polizei mit.

Zu dem Angriff kam es wohl im Flur eines mehrgeschossigen Wohnhauses. Dabei zogen sich die 28 und 52 Jahre alten Opfer Augen- und Atemwegsreizungen zu.

Der Angreifer flüchtete im Anschluss aus dem Haus am Ochserring.

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Alarmierte Polizisten konnten die Personalien des Flüchtigen herausfinden und einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung in der Welsestraße besorgen.

Daraufhin rückte das Spezialeinsatzkommando noch am Sonntag an. Beim Stürmen der Wohnung fanden sie den 42-jährigen Tatverdächtigen.

Dieser wehrte sich mit aller Macht gegen seine Festnahme, wobei sich ein Beamter und er selbst verletzten. Der Polizist musste seinen Dienst beenden und der letzten Endes erfolgreich Festgenommene kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Von der Tatwaffe fehlt jede Spur

Während der Wohnungsdurchsuchung fanden die Einsatzkräfte dann eine Softair-Waffe mit Munition, ein Messer, eine Machete und eine kleine Dose mit weißem Pulver. Die Polizisten vermuten, dass es sich bei dem Pulver um Drogen handelt.

In der ganzen Wohnung fand man aber keine Schreckschusswaffe. Bisher fehlt also noch jede Spur von der Tatwaffe.

Nach seiner Behandlung im Krankenhaus, wurde der Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung mit Waffen, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz.

Titelfoto: 123rf/Claudia Nass

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