Angriff, Widerstand, Beleidigung: Demos mit Hunderten Teilnehmern aufgelöst

Berlin - Trotz Ansammlungsverbots nach der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung trafen sich Samstagmittag in Wedding und am Nachmittag in Mitte viele Personen.

Eine Faust erstreckt sich in einer Demonstration. (Symbolbild)
Eine Faust erstreckt sich in einer Demonstration. (Symbolbild)  © 123RF/inkdrop

Kurz nach 13 Uhr sammelten sich bis zu 80 Leute zu dem Thema "Leave no one behind" am Leopoldplatz in Wedding und führten Transparente und Plakate mit sich. 

Die sich Treffenden wurden mehrmals angesprochen – auch mit Lautsprecherdurchsagen – und aufgefordert, den Platz zu verlassen und die Mindestabstände einzuhalten.

Ein Großteil der Personen kam den Aufforderungen nach und verließ den Platz. Von insgesamt acht Frauen und fünf Männern wurden die Personalien aufgenommen. Es wurden Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und eine Beleidigung gemacht. Die Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der Maßnahmen am Ort entlassen, wie die Polizei mitteilte.

Im Stadtteil Mitte stellten Gesetzeshüter gegen 15 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz zunächst vereinzelt Menschen fest. Später stieg die Zahl in der Spitze auf bis zu 400. 

Dabei hielten sich rund 200 Personen an der Rosa-Luxemburg-Straße Ecke Linienstraße auf und die übrigen in der Rosa-Luxemburg-Straße Ecke Hirtenstraße. Diese Leute trafen sich offenbar aufgrund eines Aufrufs im Internet zu einer Demonstration und führten zum Teil auch hier Plakate sowie Grundgesetze mit sich.

Zweite Demonstration in Mitte

Die Personen wurden auf die Einhaltung des Mindestabstands hingewiesen und aufgefordert, den Platz zu verlassen, da Ansammlungen sowie Versammlungen verboten sind. Dabei wurden die polizeilichen Maßnahmen durch Lautsprecherdurchsagen begleitet, woraufhin einige Personen den Platz verließen. 

Bei den verbliebenen Personen, die sich trotz wiederholter Aufforderungen nicht entfernten, wurden die Personalien festgestellt. Dabei mussten einige Personen getragen werden.

Die Polizeikräfte stellten von insgesamt 26 Frauen und 54 Männern die Identitäten fest und machten Straf- sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sowie wegen Beleidigung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Es befanden sich rund 180  Polizisten im Einsatz am Rosa-Luxemburg-Platz, von denen ein Beamter bei einem Widerstand leichte Verletzungen erlitt und im Dienst verblieb.

Titelfoto: 123RF/inkdrop

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