Kaum noch Automaten-Sprengungen: Brandenburgs Polizei kann aufatmen

Potsdam – Immer wieder hatten Kriminelle 2018 und in den Jahren zuvor in Brandenburg Geldautomaten gesprengt. Seit einiger Zeit ist es ruhiger. Die Ermittler hoffen, dass das so bleibt.

Ein Geldautomat wurde gesprengt. (Symbolbild)
Ein Geldautomat wurde gesprengt. (Symbolbild)  © picture alliance / Arne Dedert/dpa

In Brandenburg ist die Zahl der Spregungen von Geldautomaten erheblich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wurden fünf Angriffe gezählt, wie das Polizeipräsidium Brandenburg mitteilte. Drei Mal blieb es demnach beim Versuch. Im Vorjahr waren es 14 Angriffe, davon sechs Versuche. "Derzeit sind wir von solchen Angriffen glücklicherweise so gut wie gar nicht betroffen", sagte Polizeisprecher Mario Heinemann.

Um gegen die vermehrte Sprengung von Automaten vorzugehen, hatte die brandenburgische Polizei im Herbst 2016 die Sonderkommission "Geld" ins Leben gerufen. Den Ermittlern gelang es, mehrere Tatverdächtige festzunehmen – auch durch die Zusammenarbeit mit polnischen Behörden. So nahmen die Polizisten aus Brandenburg und Polen unter anderem im Februar 2018 in einer gemeinsamen Aktion acht mutmaßliche Mitglieder zweier polnischer Banden fest.

2020 nur ein Angriff

Auf Trab hatte die Ermittler auch eine Bande gehalten, die vermutlich aus den Niederlanden stammt. Allein von Juni bis Juli 2018 soll die Gruppe mindestens fünf Geldautomaten gesprengt haben. Die Ermittlungen hierzu werden gemeinsam mit den Kriminalämtern der anderen Bundesländer, vor allem Nordrhein-Westfalen, geführt, sagte Polizeisprecher Heinemann. "Wir stehen da in einem engen Austausch."

Zu dem Rückgang haben aus Sicht von Heinemann auch Maßnahmen der brandenburgischen Banken geführt, Überwachungskameras und Alarmanlagen seien installiert und Zutrittsrechte geändert worden. "Es hat viele Gespräche gegeben." Geldkassetten würden seitdem häufiger geleert. "Das hat viele Kriminelle vermutlich abgeschreckt", sagte er.

In diesem Jahr registrierten die Ermittler bislang einen Angriff: In Angermünde (Landkreis Uckermark) hatten in der Nacht zum Donnerstag Unbekannte die Eingangstür zu einem Geldinstitut in der Rudolf-Breitscheid-Straße gewaltsam geöffnet und einen Geldautomaten aufgesprengt, wie die Polizeidirektion Ost mitteilte. Kriminaltechniker hatten am Donnerstag damit begonnen, den Tatort zu untersuchen. "Die Ermittlungen sind angelaufen", hieß es.

Titelfoto: picture alliance / Arne Dedert/dpa

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