Babyleiche einen Tag vor Heiligabend entdeckt: DNA-Untersuchungen soll Fall nach zehn Jahren lösen

Potsdam - Auf der Suche nach der Mutter des getöteten Babys, das vor mehr als zehn Jahren in Potsdam gefunden worden war, hat die Polizei neue Untersuchungen in Auftrag gegeben.

Das tote Baby wurde in diesem Handtuch eingewickelt und in Potsdam einen Tag vor Heiligabend entdeckt.
Das tote Baby wurde in diesem Handtuch eingewickelt und in Potsdam einen Tag vor Heiligabend entdeckt.  © 123RF/foottoo, Polizei Brandenburg

"Wichtige Spuren vom Tatort, das Handtuch, mit dem das tote Baby abgedeckt worden war und auf dem die Kriminaltechnik 32 biologische Spuren wie Sekrete und Blut identifiziert hatte, werden nun mit den neuen Möglichkeiten nochmals untersucht", sagte Kornelia Dabelow von der Potsdamer Mordkommission den Potsdamer Neuesten Nachrichten.

Zudem werde das bereits gesicherte DNA-Material der Mutter mit der sogenannten Phänotypisierung analysiert, die Rückschlüsse auf ihr Alter, die Farbe ihrer Augen, ihrer Haut und ihres Haares ermögliche, sagte Dabelow.

Das Spurenmaterial sei im Januar an ein externes Labor versendet worden, Ergebnisse seien aber erst in einigen Wochen oder Monaten zu erwarten.

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Das tote Mädchen war am 23. Dezember 2011, also einen Tag vor Heiligabend, gegen 9.35 Uhr im Stadtteil Potsdam-West gefunden worden. Die Leiche lag eingewickelt in einem Handtuch zwischen einem Garagenkomplex an der Kantstraße und einem angrenzenden Bahndamm.

Untersuchungen ergaben, dass das Baby gewaltsam zu Tode kam. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, sind 10.000 Euro ausgelobt.

Titelfoto: 123RF/foottoo, Polizei Brandenburg

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