Beinahe vergewaltigt: Zeuge rettet 29-jährige Frau in Treptow-Köpenick

Berlin - Eine 29-jährige Frau erlebte am Montag einen schrecklichen Abend in Treptow-Köpenick! Dank eines Zeugen konnte die Polizei noch Schlimmeres verhindern.

Nach einem Zeugenhinweis eilte eine Streife herbei, um einzuschreiten. (Symbolbild)
Nach einem Zeugenhinweis eilte eine Streife herbei, um einzuschreiten. (Symbolbild)  © angelarohde/123rf

Um circa 22.45 Uhr wollte ein 24-Jähriger die Frau in der Nähe des S-Bahnhofs Berlin-Schöneweide vergewaltigen. Das teilte die Bundespolizei am Dienstag mit.

Ein Zeuge beobachtete, wie der Täter vor einem Schnellrestaurant versuchte, die Frau zum Sex zu zwingen.

In der Nähe war gerade eine Streife der Bundespolizei unterwegs. Der Augenzeuge erkannte die Möglichkeit der schnellen Hilfe und berichtete den Beamten von dem Übergriff. Diese eilten dann sofort zum Tatort.

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Dort fanden sie die 29-Jährige auf dem Boden liegend, gefangen unter dem 24 Jahre alten Angreifer. Als die Polizisten eingriffen, wehrte sich der Täter. Er attackierte sie mit heftigen Schlägen und Tritten.

Daraufhin sprühten ihm die Polizisten Reizstoff in die Augen, sodass sie ihn im Anschluss fesseln konnten.

Der Täter beruhigte sich aber nicht, sondern beleidigte und bespuckte die Einsatzkräfte.

Die Polizei filmt den polizeibekannten Raufbold mit Bodycams

Einige Polizisten sind als Teil eines Testlaufs mit einer Bodycam ausgerüstet. Diese soll zum Filmen genutzt werden, wenn Einsätze eskalieren. (Symbolbild)
Einige Polizisten sind als Teil eines Testlaufs mit einer Bodycam ausgerüstet. Diese soll zum Filmen genutzt werden, wenn Einsätze eskalieren. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Wegen seines aggressiven Verhaltens schalteten die Beamten ihre Bodycams ein, um es zu filmen.

Bei der vorigen handfesten Auseinandersetzung verletzten sich die beiden Bundespolizisten.

Alarmierte Rettungskräfte wollten zunächst die 29-jährige Frau versorgen, die eine Behandlung aber ablehnte.

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Dem Angreifer wurden die Augen ausgewaschen, um die Reizstoffe zu entfernen.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Beleidigung. Der 24-Jährige ist der Polizei bereits durch frühere Taten bekannt.

Für die weiteren Ermittlungen zur Sexualstraftat ist die Berliner Polizei verantwortlich.

Zur weiteren Untersuchung kam der 24-jährige Mann in das Zentralgewahrsam der Polizei in Berlin.

Titelfoto: angelarohde/123rf

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