Betrunkener Mercedes-Fahrer flüchtet und hinterlässt Spur der Verwüstung

Berlin - Gefährliche Flucht in Berlin: Ein 40-jähriger Trunkenbold ist in ein Polizeiauto gerast und hat fast noch einen Passanten umgefahren.

Die Polizei verfolgte am späten Montagabend einen 40 Jahre alten, betrunkenen Raser. (Symbolbild)
Die Polizei verfolgte am späten Montagabend einen 40 Jahre alten, betrunkenen Raser. (Symbolbild)  © Jaromir Chalabala / 123RF

Laut Polizeimeldung richtete der 40-Jährige in der Nacht von Montag zu Dienstag um circa 23 Uhr ein riesiges Chaos an.

In Berlin-Wedding hatte der Mercedes-Fahrer wohl einen Affenzahn drauf, als er eine Streife überholte. Die Beamten schalteten Martinshorn und Blaulicht ein, um den Raser für eine Kontrolle anzuhalten.

Darauf hatte der Mann aber scheinbar keine Lust. Stattdessen trat er aufs Gaspedal und eilte davon, wobei er auch eine rote Ampel ignorierte.

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Verstärkung der Polizei stellte sich auf die Kreuzung Oudenarder Straße Ecke Groninger Straße, um den Flüchtigen aufzuhalten.

Der wiederum hatte anderes im Sinn: Er raste volle Kanne in das Polizeiauto auf der Kreuzung. Zwar versuchte der Fahrer des Streifenwagens noch, zurückzusetzen und so auszuweichen - doch es knallte trotzdem.

Der Mercedes rammte die Streife mit hohem Tempo, ehe er in Richtung Reinickendorfer Straße davon fuhr.

Eine Polizistin im gerammten Wagen erlitt bei dem Zusammenprall einen Schock und musste ihren Dienst vorzeitig beenden.

Ein 28-jähriger Fußgänger kann sich in letzter Sekunde retten

Der 40-jährige Trunkenbold versucht am Ende zu Fuß zu fliehen, konnte aber gefasst werden. (Symbolbild)
Der 40-jährige Trunkenbold versucht am Ende zu Fuß zu fliehen, konnte aber gefasst werden. (Symbolbild)  © dacosta/123RF

Bei seiner weiteren Flucht sorgte der 40-jährige Raser für noch mehr Gefahr. Er beschädigte vier Autos, drei geparkte Motorräder, sechs Fahrräder, einen Begrenzungspoller und mehreren Versorgungskästen.

Neben dem immensen Sachschaden hätte es beinahe noch einen Menschen getroffen.

Als der Mercedes-Fahrer über den Gehweg der Oudenarder Straße brauste, musste ein 28-jähriger Passant mit einem Hechtsprung zur Seite ausweichen. Ansonsten hätte ihn wohl das Auto erfasst.

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Durch die etlichen Zusammenstöße war der Mercedes irgendwann nicht mehr fahrtüchtig, sodass der 40-Jährige zu Fuß weiter flüchtete.

Dank eines Zeugenhinweises konnten Polizisten die Verfolgung aufnehmen und den Mann in der Groninger Straße Ecke Seestraße festnehmen.

Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten den Autoschlüssel zum Mercedes, aber keinen Führerschein. Zudem zeigte ein Atemtest, dass der Rowdy mit 2,15 Promille unterwegs war.

Der Täter musste mit auf eine Polizeiwache, wo ihm Blut abgenommen wurde. Nachdem auch seine Daten aufgenommen wurden, durfte der Trunkenbold wieder gehen.

Titelfoto: Jaromir Chalabala / 123RF

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