Ermittler sicher: Immer mehr Menschen illegal ins Land gebracht und ausgebeutet

Berlin - Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität sehen Berliner Ermittler zunehmend Menschenhandel, der auf den Arbeitsmarkt abzielt.

Die Berliner Staatsanwaltschaft rund um Leiter Jörg Raupach kämpft gemeinsam mit dem Zoll gegen illegalen Menschenhandel.
Die Berliner Staatsanwaltschaft rund um Leiter Jörg Raupach kämpft gemeinsam mit dem Zoll gegen illegalen Menschenhandel.  © dpa/Paul Zinken

Wie der Leiter der Berliner Staatsanwaltschaft, Jörg Raupach, am Montag weiter sagte, werden Menschen aus dem Ausland illegal nach Deutschland gebracht und ohne Tarife oder Festanstellung auf dem hiesigen Arbeitsmarkt ausgebeutet.

Er sprach von Stundenlöhnen, die teilweise unter zwei Euro lägen.

Eine Staatsanwältin wurde demnach beauftragt, sich bundesweit mit Ermittlern auszutauschen. Berlin sei auch Drehscheibe für solche kriminellen Aktivitäten. Zahlen dazu wurden nicht genannt.

Die Berliner Staatsanwaltschaft arbeite hier sehr eng mit dem Zoll zusammen. Strafverfahren wegen illegalen Menschenhandels seien sehr aufwendig, ebenso solche wegen Drogenhandels. Hier hätten die Ermittlungen oft einen jahrelangen Vorlauf.

Mit Razzien geht die Berliner Polizei gegen Schleuserkriminalität vor (Symbolbild).
Mit Razzien geht die Berliner Polizei gegen Schleuserkriminalität vor (Symbolbild).  © dpa/Fredrik von Erichsen

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) unterstrich, es gebe bei dem Vorgehen sowohl Erfolge als auch Schwierigkeiten.

Titelfoto: dpa/Fredrik von Erichsen, dpa/Paul Zinken

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