Frau (49) fällt auf falschen General rein und verliert jede Menge Geld

Grimmen (Vorpommern-Rügen) - Die Aussicht auf eine Verbindung mit einem vermeintlichen General hat sich für eine Frau aus der Region Grimmen als teurer Trugschluss erwiesen.

In Grimmen (Vorpommern-Rügen) ist eine 49-Jährige einem sogenannten "love scammer" auf den Leim gegangen und hat dabei viel Geld verloren. (Symbolfoto)
In Grimmen (Vorpommern-Rügen) ist eine 49-Jährige einem sogenannten "love scammer" auf den Leim gegangen und hat dabei viel Geld verloren. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Sie verlor rund 25.000 Euro. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, fiel die 49-Jährige auf einen dreisten Betrug herein, den die Behörden in die Kategorie "love scamming" (Liebesbetrug) einordnen. In den zurückliegenden Wochen waren in Mecklenburg mehrere solcher Fälle bekannt geworden.

Die Frau habe bereits vor einigen Monaten über Facebook einen angeblich in Afghanistan stationierten General kennengelernt. 

Dieser habe ihr schließlich mitgeteilt, dass er einen "Freigabebefehl" benötige, um das Land verlassen zu können. Im Weiteren habe er sie aufgefordert, eine Mail an die Vereinten Nationen (UN) zu verfassen und dort seine Freilassung zu erbitten.

Das habe die Frau auch getan, nicht ahnend, dass die genannte E-Mail-Adresse nicht zu den UN führte. 

Dann seien von der Adresse Geldforderungen für Flüge, Bearbeitungsgebühren und eine Auslöse gekommen, die von der Frau auch geleistet wurden. Als die Forderungen aber kein Ende nahmen, sei die Frau stutzig geworden und habe bei der Polizei Anzeige erstattet. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam nahm die Ermittlungen auf.

Die Polizei wiederholte ihre Warnung, bei solchen Mail-Wechseln größte Vorsicht walten zu lassen. Wer den Verdacht habe, auf einen "love scammer" gestoßen zu sein, solle den Kontakt sofort abbrechen, keine Zahlungen veranlassen und die Polizei informieren.

Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns war zuletzt eine Reihe folgenreicher Liebesbetrügereien bekannt geworden. Dabei hatten mehrere Frauen und ein 90-jähriger Mann laut Polizei insgesamt 200.000 Euro eingebüßt.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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