Frau will sich nicht kontrollieren lassen: Polizei schlägt Autoscheibe ein

Berlin - Die Berliner Polizei hat am Brandenburger Tor gewaltsam ein Auto geöffnet, weil die Fahrerin sich nicht kontrollieren lassen wollte. Die 44-Jährige war zuvor am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr trotz Verbotsschilder auf den Pariser Platz in Berlin-Mitte gefahren, wie die Beamten am Samstag mitteilten.

Trotz Verbotsschilder war die Frau mit ihrem Auto auf dem Pariser Platz unterwegs. (Symbolbild)
Trotz Verbotsschilder war die Frau mit ihrem Auto auf dem Pariser Platz unterwegs. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Eine Aufforderung, zur Kontrolle rechts heranzufahren, habe die Frau zunächst ignoriert. Stattdessen soll sie die Sicherheitskräfte mit einem Handy gefilmt haben.

Nach Diskussionen durch einen Spalt der Fahrerscheibe habe auch ihre 16-jährige Tochter im Wagen begonnen, die Polizisten zu filmen. Die Fahrerin habe sich geweigert, den Motor abzustellen und ihren Führerschein sowie Fahrzeugpapiere zu zeigen, hieß es weiter.

Sie fuhr dann doch noch an den Straßenrand. Trotz eingetroffener Polizeiverstärkung blieb die Frau mit Tochter im geschlossenen Wagen sitzen und verweigerte die Kontrolle.

"Sie fragte immer wieder, warum sie kontrolliert werde und die Polizisten erklärten es ihr. Danach ging es wieder von vorne los", sagte ein Polizeisprecher.

Circa eine Stunde später - mit einem richterlichen Beschluss zur zwangsweisen Öffnung - schlugen die Beamten schließlich die hintere linke Seitenscheibe ein. Die 44-Jährige wurde aus dem Fahrzeug geholt und gefesselt, auch ihre Tochter musste aussteigen.

Das Auto wurde durchsucht, die Handys beschlagnahmt. Mutter und Tochter müssen sich nun wegen des Verdachts der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes verantworten. Gegen die Frau wird auch wegen Verstößen gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz, das Personalausweisgesetz sowie gegen die Straßenverkehrsordnung ermittelt.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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