Gefälschte Impfausweise verkauft? Polizei durchsucht Praxis von 77-jähriger Ärztin

Berlin - Die Berliner Polizei ist gemeinsam mit einer Staatsanwältin gegen eine 77 Jahre alte Ärztin vorgegangen, die in Berlin-Wilmersdorf gefälschte Impfausweise verkauft haben soll.

Eine 77-jährige Medizinerin soll etliche gefälschte Impfpässe verkauft haben.
Eine 77-jährige Medizinerin soll etliche gefälschte Impfpässe verkauft haben.  © Stefan Puchner/dpa

Zusammen mit der Anwältin durchsuchten Beamte des Landeskriminalamtes am Mittwoch die Praxis und die Privaträume der Medizinerin.

Wie die Polizei mitteilte, steht sie im Verdacht, Impfpässe an Menschen ausgehändigt zu haben, die überhaupt nicht gegen Corona geimpft wurden.

Im Gegenzug habe sie jeweils mindestens 180 Euro erhalten. Sie soll dieses Vorgehen in einer dreistelligen Anzahl von Fällen angewendet haben.

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Mithilfe der gefälschten Dokumente können sich die Käufer ein digitales Impfzertifikat in Apotheken ausstellen lassen.

Während der Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte umfangreiches Beweismittel, worunter sich unter anderem mutmaßlich gefälschte Chargenaufkleber für Impfdokumente befanden.

Gegen die Ärztin wird wegen Verdachts des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse ermittelt.

Zudem prüfen die Ermittler aktuell, ob die Verdächtige Verbindungen zur organisierten Kriminalität hat.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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