K.o.-Tropfen bei SPD-Fest: Polizei schließt Ermittlungen mit diesem Ergebnis ab

Berlin - Knapp drei Monate nach den mutmaßlichen Vorfällen mit K.o.-Tropfen auf einem Sommerfest der SPD-Bundestagsfraktion schließt die Polizei den Fall.

Die Berliner Polizei ermittelte drei Monate zu dem mutmaßlichen K.o.-Tropfen-Anschlag bei einem SPD-Fest.
Die Berliner Polizei ermittelte drei Monate zu dem mutmaßlichen K.o.-Tropfen-Anschlag bei einem SPD-Fest.  © Montage: dpa/Sina Schuldt. 123RF/Thomas Fehr

Es gibt den Ermittlern zufolge keinen Verdächtigen. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zu zehn Fällen wegen gefährlicher Körperverletzung zwischenzeitlich an die Amtsanwaltschaft abgegeben, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte.

Es könne jedoch nicht mehr festgestellt werden, ob tatsächlich K.o.-Tropfen verabreicht worden seien.

Als Grund dafür nannte der Behördensprecher, dass bei neun der zehn Fälle der Zeitraum abgelaufen gewesen sei, in dem die Tropfen noch medizinisch hätten nachgewiesen werden können.

Berlin: Kunstblut auf Gemälde in Nationalgalerie gespritzt: 53-Jährige angeklagt
Berlin Crime Kunstblut auf Gemälde in Nationalgalerie gespritzt: 53-Jährige angeklagt

In einem Fall gab es nach früheren Angaben der Polizei eine Blutuntersuchung. Laut Staatsanwaltschaft steht die mutmaßliche Geschädigte inzwischen aber als Zeugin nicht zur Verfügung und hat die sie behandelnden Ärzte auch nicht von der Schweigepflicht entbunden.

Nach der Teilnahme an dem Sommerfest der SPD-Bundestagsfraktion am 6. Juli hatten mehrere Frauen über Unwohlsein, Schwindel und Gedächtnisverlust geklagt.

Eine 21-Jährige habe sich im Krankenhaus untersuchen lassen und die Polizei eingeschaltet, hieß es damals.

Laut Polizei wurden Foto- und Videomaterial auswertet sowie Betroffene, Gäste und Beschäftigte befragt.

Nun muss die Amtsanwaltschaft, die in Berlin als Ermittlungsbehörde für die Verfolgung kleinerer bis mittlerer Straftaten zuständig ist, über das weitere Vorgehen entscheiden.

Titelfoto: Montage: dpa/Sina Schuldt. 123RF/Thomas Fehr

Mehr zum Thema Berlin Crime: