Um Corona-App lahmzulegen: Brandanschlag von Linken auf Institut verübt

Berlin – In einem Bekennerschreiben gab eine linke Gruppe zu, das Feuer gelegt zu haben.

Das Heinrich-Hertz-Institut in Berlin (Symbolbild).
Das Heinrich-Hertz-Institut in Berlin (Symbolbild).  © imago images / Arnulf Hettrich

Nach dem Brand in einer Baugrube im Berliner Ortsteil Charlottenburg, bei dem freiliegende Versorgungskabel schwer beschädigt wurden, hat der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Dies sagte eine Polizeisprecherin am Mittwochmorgen. 

Kurz nach dem Brand am Dienstag hatte eine linke Gruppe auf der Internetseite "indymedia" ein Bekennerschreiben veröffentlicht.

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"Der Polizei ist dieses Schreiben bekannt", hieß es von der Sprecherin weiter. Ob es echt sei, müsse noch geprüft werden.

In dem Bekennerschreiben heißt es, Ziel des Anschlags sei das nahe Heinrich-Hertz-Institut gewesen, das an einer Corona-App arbeite. Mit einer solchen App sollen Infizierte und deren Kontakte schneller nachvollzogen werden können. Die Verfasser sehen darin eine "Aufweichung der Grundrechte".

Durch die Schädigung der Kabel war es zeitweise zu einem Stromausfall rund um die Franklinstraße gekommen.

Titelfoto: imago images / Arnulf Hettrich

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