Bankfiliale am Hermannplatz überfallen! Vier Männer sind auf der Flucht

Berlin - Sie flüchteten wahrscheinlich mit einem Auto. Mit oder ohne Beute? Vier Männer haben am Freitagnachmittag in Berlin-Neukölln eine Bankfiliale im Kaufhaus am Hermannplatz überfallen, wie Polizeisprecher Thilo Cablitz vor Ort mitteilt. Zuvor haben sie versucht einem Angehörigen einer Geldtransporter-Besatzung Geld zu entreißen.

Auch das SEK wurde hinzugerufen.
Auch das SEK wurde hinzugerufen.  © Morris Pudwell

Die Täter drangen demnach in die Filiale ein und versprühten Reizgas. Die Feuerwehr behandelt elf Verletzte. Vier von ihnen kommen ins Krankenhaus, um dort ambulant behandelt zu werden. Die Verletzten sollen Bankkunden sein.

Die Lage ist zunächst etwas unübersichtlich. 

Ob die Männer Geld erbeuteten, ist am späten Nachmittag noch unklar. Um 13.30 geht der Notruf bei Polizei und Feuerwehr ein.

Das traditionsreiche Warenhaus wird mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Mehr als ein Dutzend Polizeiwagen fahren auf. Beamte mit schusssicheren Westen postieren sich. 

Spezialkräfte durchsuchen das Gebäude. Es gab widersprüchliche Angaben von Zeugen. 

Einige wollen gesehen haben, das Räuber in das mehrstöckige Kaufhaus geflüchtet seien, andere sagen, nach draußen. 

Von einer akuten Gefahr geht die Polizei nicht aus.

Zunächst wird spekuliert, dass ein Geldtransporter überfallen worden sein soll. "War nach bisherigen Erkenntnissen nicht vor Ort", sagt der Polizeisprecher. Er äußert sich auch nicht zu der Frage, ob kriminelle Mitglieder stadtbekannter Großfamilien als Täter vermutet werden. "Wir ermitteln in alle Richtungen."

Nach den Räubern und dem Fluchtwagen - einem dunklen Audi - wurde noch am Abend gefahndet. "Wir haben Täterbeschreibungen", sagte der Polizeisprecher. Die Ermittler haben unterdessen herausbekommen, dass Kennzeichen und Fahrzeug nicht übereinstimmen.

Polizei und Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.
Polizei und Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.  © Morris Pudwell

Hinter den Absperrungen stehen Schaulustige. Der Verkehr staut sich an diesem heißen Nachmittag in Berlin. Doch in den Geschäften gegenüber vom Eingang hat niemand etwas gesehen. "Es war überraschend ruhig", sagt eine Kiosk-Mitarbeiterin. Sie habe erst mit der Ankunft der Polizei davon mitbekommen.

Viele Mitarbeiter des Kaufhauses sitzen indes nebenan und essen Eis, auch die haben nichts mitbekommen. "Wir wissen nur, dass wir geräumt wurden."

Titelfoto: Morris Pudwell

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