"Rennen gegen sich selbst": Bleifuß donnert zwischen zwei Autos durch

Von Björn Graas

Berlin - Er touchierte zwei fahrende Autos auf der Straße des 17. Juni und fuhr bei Rot über mehrere Kreuzungen: Ein Raser ohne gültigen Führerschein ist bei einer gefährlichen Fahrt durch Charlottenburg von der Polizei gestoppt worden.

Der Raser touchierte zwei fahrende Autos auf der Straße des 17. Juni. (Archivbild)
Der Raser touchierte zwei fahrende Autos auf der Straße des 17. Juni. (Archivbild)  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Er soll am Freitagvormittag kurz hinter dem Ernst-Reuter-Platz zwischen zwei Autos hindurch gerast sein, die auf dem rechten und linken Fahrstreifen fuhren. Er habe beide Wagen touchiert, teilte die Polizei am Samstag mit. "Er fuhr offenbar ein Einzelrennen gegen sich selbst", sagte eine Polizeisprecherin.

Viel zu schnell fuhr der Mann dann weiter in Richtung Brandenburger Tor und ignorierte den Angaben zufolge mehrere rote Ampeln.

An der Yitzhak-Rabin-Straße versuchte er, die vor einer roten Ampel wartenden Autos auf der Gegenfahrbahn zu überholen. Die Polizei konnte dies verhindern und den Wagen stoppen.

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Der 34-Jährige Fahrer zeigte einen rumänischen Ausweis und Führerschein vor. Es stellte sich heraus, dass er polizeibekannt ist und keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.

Die Dokumente wurden eingezogen, weil sie möglicherweise gefälscht sind. Der Mann besitzt einen weiteren Ausweis der Republik Moldau und habe vermutlich kein Aufenthaltsrecht in Deutschland, hieß es. Das Auto wurde beschlagnahmt. Der 34-Jährige sollte noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

In der Berliner Innenstadt gibt es immer wieder gefährliche Autorennen mit teils schweren Unfällen. Seit Oktober 2017 gelten illegale Autorennen als Straftat. Seitdem kann schon die Teilnahme mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden. Auch ein "Rennen gegen sich selbst" ist strafbar.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

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