Taxifahrer nach mehr als 400 Kilometern geprellt: Aussage des Fahrgastes lässt sprachlos zurück

Bückeburg/Berlin - Ein mutmaßlicher Betrüger hat sich in Bückeburg (Kreis Schaumburg) als verdeckter Ermittler ausgegeben und einen Taxifahrer nach 425 gefahrenen Kilometern um knapp 1000 Euro geprellt.

Den Fahrpreis von 978,30 Euro konnte der Mann aber zum Schluss nicht zahlen und bestand auf einer Rechnung für seine angeblichen Vorgesetzten. (Symbolbild)
Den Fahrpreis von 978,30 Euro konnte der Mann aber zum Schluss nicht zahlen und bestand auf einer Rechnung für seine angeblichen Vorgesetzten. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Der 64-jährige Berliner gab an, er sei von der Generalstaatsanwaltschaft und plane in der Hauptstadt eine Durchsuchung. Dafür sei die dienstliche Nutzung des Taxis inklusive Kostenübernahme von höchster Stelle angeordnet beziehungsweise zugesichert, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Der Taxifahrer steuerte dann am Samstag Nienstädt, Bremen und Osterholz-Scharmbeck sowie mehrere Autovermietungen, zwei Polizeidienststellen, den Flughafen Bremen sowie Fernsehsender an.

Den Fahrpreis von 978,30 Euro konnte der Mann aber zum Schluss nicht zahlen und bestand auf einer Rechnung für seine Vorgesetzten.

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Der Polizei gegenüber beharrte der Mann auf seiner dienstlichen Mission und präsentierte zum Beweis geheime Akten, die aber im Wesentlichen aus Blutuntersuchungsergebnissen und Gebührenbescheiden bestanden.

Ermittlungen ergaben, dass der verhaltensauffällige Mann schon mehrfach wegen ähnlicher Delikte polizeilich aufgefallen war.

Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Betruges und Amtsanmaßung ein.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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