Amok-Fahrer macht Jagd auf fahrende Autos und Polizei: 11 Verletzte!

Berlin - Irre Amokfahrt durch Steglitz! Ein Transporter-Fahrer hat in der Nacht zu Donnerstag gezielt fahrende Autos verfolgt und diese dann absichtlich gerammt. Auch die Polizei wurde zum Opfer. Die Fahrt endete schließlich mit einem schweren Unfall und zwei Schwerverletzten, doch der Reihe nach. 

Die Fahrt endete mit einem schweren Unfall.
Die Fahrt endete mit einem schweren Unfall.  © Morris Pudwell

Gegen 0.30 Uhr wurde der Polizei erstmals ein in Schlangenlinien fahrender Tranporter-Fahrer gemeldet. Zuvor soll er bereits Unter den Eichen einem VW Golf erst dicht aufgefahren und anschließend verfolgt haben. In der Schlossstraße rammte er diesen sowie einen Opel gezielt. 

Als der Opel-Fahrer aus seinem Wagen ausstieg und dem Mann aus dem Transporter ziehen wollte, soll dieser nach TAG24-Information etliche Meter mitgeschleift worden sein.

Der Transporter-Fahrer setzte indes seine Amokfahrt fort. Er hatte es auf zwei junge Frauen in einem Kleinwagen abgesehen. Trotz mehrfacher Versuche konnten sie ihren Verfolger nicht abschütteln. 

Erst in der Albrechtstraße konnten die Frauen durch mehrfaches Hupen einem Streifenwagen der Polizei auf die brenzlige Situation aufmerksam machen. Der Amokfahrer ließ sich davon aber nicht beeindrucken und fuhr ihn ungebremst ins Heck. 

Zuvor hatte er bereits mindestens zwei weitere Autos gerammt.

Polizisten an der Unfallstelle.
Polizisten an der Unfallstelle.  © Morris Pudwell

Amokfahrt endet mit schwerem Unfall

Der Polizeiwagen erlitt einen Totalschaden.
Der Polizeiwagen erlitt einen Totalschaden.  © Morris Pudwell

Nun nahm die Polizei die Verfolgung auf - mit mäßigem Erfolg. Im Steglitzer Dalandweg erwischte er einen Einsatzwagen und schob diesen über 20 Meter. Das Polizeiauto erlitt einen Totalschaden. Zudem wurde ein Beamter verletzt.

Die Amokfahrt fand am Hindenburgdamm schließlich ein abruptes Ende. Nachdem er einen Mercedes SUV mit Tempo gerammt hatte, geriert sein Transporter ins Schleudern, erwischte eine Ampel und kam erst vor einer Bäckerei seitlich zum Stehen.

Während der Verkehrs-Rambo bei dem Unfall nur leicht verletzt wurde, hatten die Insassen im SUV weniger Glück. Beifahrer und Fahrer wurden zum Teil schwer verletzt und mussten von Notfallsanitätern und einem Notarz anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden.

Der offenbar betrunkene Amokfahrer - er soll eine Augenzeugin aus dem Wagen heraus mit einer Whiskeyflasche beworfen haben - wurde noch vor Ort festgenommen. 

Für die Polizei ist der Mann kein Unbekannter. Er soll unter anderem wegen Motorraddiebstählen auffällig geworden sein.

Update, 19 Uhr: Acht Polizisten verletzt

Elf Menschen, darunter acht Polizistinnen und Polizisten, wurden in der Nacht zu Donnerstag verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der 28-jährige Fahrer selbst erlitt schwere Kopf- und Rumpfverletzungen und wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe für die Unfallfahrt waren zunächst unklar.

Titelfoto: Morris Pudwell

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