Dank Corona: Weniger Verkehrsunfälle in Berlin und Brandenburg

Berlin/Potsdam - Während der Corona-Pandemie hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger Verkehrsunfälle und verletzte Menschen auf Berlins Straßen gegeben.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist aufgrund der Corona-Pandemie auf Berliner und Brandenburger Straßen deutlich gesunken. (Symbolfoto)
Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist aufgrund der Corona-Pandemie auf Berliner und Brandenburger Straßen deutlich gesunken. (Symbolfoto)  © Patrick Seeger/dpa

Die Polizei registrierte 126.286 Unfälle, 21.020 weniger als 2019 (minus 14 Prozent). 2054 Menschen wurden schwer verletzt, das waren 250 weniger als im Vorjahr. Bei den Leichtverletzten sank die Zahl auf 13.273 (Vorjahr: 15.465).

Bei der Zahl der Verkehrstoten musste dagegen ein Anstieg von 40 auf 50 festgestellt werden. Der Langzeitvergleich zeigt, dass die Zahl in den vergangenen zehn Jahren zwischen 36 und 56 schwankte. Davor starben noch deutlich mehr Menschen.

Im Vergleich der Bundesländer steht Berlin als Großstadt deutlich besser da als alle Flächenländer. Viele tödliche Unfälle passieren dort auf den Landstraßen, wo schneller gefahren wird als in der Stadt.

Die häufigsten Unfallursachen waren Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt, zu schnelles Fahren und Alkoholeinfluss. Zuvor hatten die Zeitungen Bild und B.Z. darüber berichtet.

Trauriger Rekord: Brandenburg hat die meisten Unfalltoten in ganz Deutschland

Auf Brandenburgs Straßen sind 2020 deutschlandweit am meisten Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. (Symbolfoto)
Auf Brandenburgs Straßen sind 2020 deutschlandweit am meisten Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. (Symbolfoto)  © picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa

Auch auf Brandenburger Straßen hat es im vergangenen Jahr weniger Verkehrsunfälle gegeben, dafür aber mehr Tote.

Innenminister Michael Stübgen (61, CDU), Verkehrsminister Guido Beermann (55, CDU) und Polizeipräsident Oliver Stepien stellten die Zahlen am Montag vor

Demnach kamen im vergangenen Jahr 140 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, im Jahr 2019 waren es 125. Gleichzeitig ging die Zahl der Verkehrsunfälle von fast 84.000 im Jahr 2019 auf rund 71.700 Unfälle zurück.

"Todesursache Nummer 1 auf Brandenburgs Straßen bleibt die Raserei. Fast die Hälfte aller Verkehrsunfalltoten starb wegen überhöhter Geschwindigkeit", erklärte Stübgen zu den Zahlen.

Bei der Zahl der Unfalltoten war das Land im vergangenen Jahr in Deutschland an erster Stelle. Nach einer bundesweiten Verkehrsunfallstatistik starben im Durchschnitt 52 Menschen je 1 Million Einwohner.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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