Das Ende des großen Gelben? Berliner FDP fordert Impfpass als Plastikkarte

Berlin - Die Berliner Liberalen setzen sich für einen neuartigen Impfausweis im Scheckkartenformat ein.

Die Berliner FDP will sich für die Einführung einer "Covid-19-Impfkarte" im Scheckkartenformat einsetzen, die eine Ergänzung zum klassischen gelben Impfpass sein soll.
Die Berliner FDP will sich für die Einführung einer "Covid-19-Impfkarte" im Scheckkartenformat einsetzen, die eine Ergänzung zum klassischen gelben Impfpass sein soll.  © Sophia Kembowski/dpa

Berlin solle sich für eine entsprechende Bundesratsinitiative einsetzen, fordert die FDP-Fraktion in einem Antrag an das Abgeordnetenhaus, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Auf der "Covid-19-Impfkarte" mit Lichtbild sollen Name, Geburtsdatum und Adresse sowie das Datum der Erst- und der Zweitimpfung und der Impfstoff genannt werden, im Fall von nachweislich genesenen Personen das Datum der festgestellten Immunität.

Die FDP argumentiert in der Begründung ihres Antrags, der handliche Impfausweis sei eine wichtige Ergänzung zum gelben Impfheft und auch zu angekündigten digitalen Lösungen für das Smartphone.

Berlin: Nach Schießerei im Araber-Clanmilieu: 30-Jähriger angeklagt
Berlin Crime Nach Schießerei im Araber-Clanmilieu: 30-Jähriger angeklagt

Der digitale Impfausweis lasse zum einen auf sich warten. Außerdem sei unklar, welche technischen Voraussetzungen dafür notwendig seien.

Die FDP weist darauf hin, dass Menschen mit älteren Handys außen vorbleiben könnten - ähnlich wie im Fall der Corona-Warn-App.

Der klassische gelbe Impfausweis auf Papier dagegen sei nicht dafür gedacht, ihn täglich bei sich zu führen. "Wenn er täglich mehrmals vorgezeigt werden muss, wird das Material schnell ermüden", warnen die Liberalen - und das Risiko steige, ihn zu verlieren.

Titelfoto: Sophia Kembowski/dpa

Mehr zum Thema Berlin: