Laut Umfrage: So wichtig ist Ossis und Wessis die DDR-Verarbeitung

Berlin - 30 Jahre nach der Wiedervereinigung findet es die große Mehrheit der Deutschen laut einer neuen Umfrage wichtig oder sehr wichtig, sich weiter mit der DDR auseinanderzusetzen.

Das Archivbild vom 19.12.1989 zeigt den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl während seines zweitägigen Besuches in der sächsischen Stadt Dresden vor der Kreuzkirche, wo er von einer wartenden Menschenmenge stürmisch gefeiert. wurde.
Das Archivbild vom 19.12.1989 zeigt den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl während seines zweitägigen Besuches in der sächsischen Stadt Dresden vor der Kreuzkirche, wo er von einer wartenden Menschenmenge stürmisch gefeiert. wurde.  © Wolfgang Kumm/dpa

83 Prozent sind dafür, sich etwa in öffentlichen Diskussionen oder im Schulunterricht mit der Vergangenheit zu beschäftigen, wie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am Dienstag mitteilte. Sie hatte die Forsa-Studie in Auftrag gegeben.

Demnach bejahen gerade Jüngere unter 30 Jahren, die erst nach dem Ende der DDR geboren wurden, die Geschichtsaufarbeitung. 

Bei den 22- bis 29-Jährigen seien es 93 Prozent. Insgesamt halten bei den westdeutschen Befragten 88 Prozent die weitere Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit für wichtig oder sehr wichtig. 

Bei den Ostdeutschen sind es laut Umfrage mit 80 Prozent etwas weniger.

Bei der Frage nach dem Zusammenwachsen der Deutschen sind in Ostdeutschland laut Befragung 72 Prozent der Ansicht, dass das Trennende noch überwiegt, während im Westen nur 44 Prozent dieser Ansicht sind.

Forsa hat vom 15. bis 22. September 1002 Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren telefonisch befragt.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa

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