Demo gegen den "Mietenwahnsinn" zieht durch Berlin: FDP-Mann mit Gegenprotest

Berlin - Rund 1500 Menschen haben laut Polizei am Sonntag am Potsdamer Platz in Berlin gegen steigende Mieten und Verdrängung demonstriert. Am Rande der Demonstration hat FDP-Spitzenkandidat Sebastian Czaja (37) einen Gegenprotest gestartet.

Berlins stellvertretender FDP-Landesvorsitzender Sebastian Czaja (37, M.) und Demo-Initiatorin Karin Baumert (r.) unterhalten sich am Rande einer Demonstration unter dem Motto "Gegen den Mietenwahnsinn".
Berlins stellvertretender FDP-Landesvorsitzender Sebastian Czaja (37, M.) und Demo-Initiatorin Karin Baumert (r.) unterhalten sich am Rande einer Demonstration unter dem Motto "Gegen den Mietenwahnsinn".  © Christoph Soeder/dpa

Probleme mit Verstößen gegen die Corona-Regeln habe es bislang nicht gegeben, sagte eine Sprecherin.

Der Protest könnte im Laufe des Tages noch größer werden: Die Veranstalter rechnen bei der Aktion gegen den "Mietenwahnsinn" mit 10.000 Teilnehmern. Die Route ist vom Potsdamer Platz nach Schöneberg geplant.

Bei dem Protest waren Slogans zu lesen wie "Keine Profite mit der Miete" oder "Wir haben Enteignungsbedarf".

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Am Rande diskutierte der Berliner FDP-Spitzenkandidat zur Abgeordnetenhauswahl 2021 mit der Anmelderin der Demonstration, Karin Baumert.

Czaja zeigte dabei ein Schild mit der Aufschrift "Bauen statt klauen". Auch auf der Spree gab es Mieten-Proteste - mit einer Boot- und Floß-Demonstration.

Der Berliner Wohnungsmarkt gilt als sehr angespannt. Das Mietendeckel-Gesetz war Mitte April vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Eine Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" setzt sich dafür ein, Immobilien von Unternehmen in Berlin gegen eine Milliardenentschädigung zu vergesellschaften.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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