Linke Szene ruft zu dezentralen Protestaktionen am 1. Mai auf

Berlin - Wenige Tage vor dem 1. Mai haben linke Gruppen statt der üblichen großen Demonstration dezentrale Protestaktionen in Berlin-Kreuzberg angekündigt.

Unterstützer der linksradikalen "Revolutionären 1. Mai-Demonstration" stehen mit Pyrotechnik in den Händen auf einem Balkon in Friedrichshain.
Unterstützer der linksradikalen "Revolutionären 1. Mai-Demonstration" stehen mit Pyrotechnik in den Händen auf einem Balkon in Friedrichshain.  © Ralf Hirschberger/dpa

Wegen der Corona-Pandemie werde man nicht wie sonst zu einer Demonstration im klassischen Sinne aufrufen, schrieb das Veranstalter-Bündnis am Montag auf einer linksradikalen Internetseite.

Man wolle aber "angesichts der herrschenden rassistischen, kapitalistischen und patriarchalen Verhältnisse auch nicht passiv bleiben". Es werde daher Aktionen in einem bestimmten Gebiet in Kreuzberg geben. 

Das Gebiet werde am Vormittag des 1. Mai über Twitter und Internetseiten bekannt gegeben. "Dadurch können wir die Ansteckungsgefahr verringern und bleiben für den Repressionsapparat unkontrollierbarer."

In dem Aufruf hieß es, man wolle sich mit Schals und Masken vermummen und die Straßen mit Inhalten "fluten". 

Um 20 Uhr sollten dann im ganzen Kiez "Feuerwerke gezündet werden".

Innensenator Andreas Geisel (54, SPD) sagte am Montag im Innenausschuss, für den 1. Mai seien 18 Demonstrationen angemeldet. 

Wie viele davon genehmigt würden, stand noch nicht fest. Erlaubt sind derzeit nur Demonstrationen mit höchstens 20 Teilnehmern. 

Ab dem 4. Mai dürfen es auch bis zu 50 Teilnehmer sein.

Titelfoto: Ralf Hirschberger/dpa

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