Deutschland immer stärker von Tierseuchen aus dem Ausland befallen

Greifswald - Afrikanische Schweinepest und Vogelgrippe: Nach Deutschland kommen nach Aussage des Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) immer mehr Tierseuchen aus dem Ausland.

Tierseuchen, wie die Vogelgrippe oder die Afrikanische Schweinepest, werden immer häufiger aus dem Ausland nach Deutschland eingeschleppt. (Symbolfoto)
Tierseuchen, wie die Vogelgrippe oder die Afrikanische Schweinepest, werden immer häufiger aus dem Ausland nach Deutschland eingeschleppt. (Symbolfoto)  © Oliver Dietze/dpa, Armin Weigel/dpa (Bildmontage)

Man habe viele der hierzulande natürlich vorkommenden Tierseuchen in den vergangenen 30 bis 50 Jahren getilgt, sagte Thomas Mettenleiter der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wir haben zunehmend dann eben mit Einträgen von außen zu rechnen."

Die Afrikanische Schweinepest, die Vogelgrippe oder das West-Nil-Fieber seien Beispiele.

Vorläufer der Vogelgrippe-Viren, die schließlich in Deutschland gelandet seien, hätten sich vermutlich in Sibirien gebildet. Die afrikanische Schweinepest sei mittlerweile eher eine eurasische Schweinepest und habe sich zuletzt von Georgien aus ausgebreitet.

"Es hat sich die Arbeit des Instituts in den letzten Jahren schon auch deutlich verändert", sagte Mettenleiter.

Das Spektrum der zu erforschenden Erreger sei "internationaler" und breiter geworden. "Damit wir zumindest auf alles halbwegs Denkbare dann auch einigermaßen vorbereitet sein können."

Das FLI mit Hauptsitz auf der Insel Riems bei Greifswald hat als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit zwei Forschungsschwerpunkte: Zum einen die Gesundheit und das Wohlbefinden von Nutztieren vom Huhn bis zum Rind, zum anderen den Schutz des Menschen vor Zoonosen. Das sind Infektionen, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können - wie etwa Sars-CoV-2.

Titelfoto: Oliver Dietze/dpa, Armin Weigel/dpa (Bildmontage)

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