Elektro-Szene in der Corona-Klemme: Hilfeschrei an die Politik

Berlin - Deutschlands international berühmte Elektro-Szene kämpft in der Corona-Pandemie ums Überleben: Vor diesem Hintergrund haben Musik- und Kulturschaffende in einem Offenen Brief an die Bundesregierung um Unterstützung geworben.

Der Berliner DJ Matthias Roeingh (60) alias "Dr Motte" kommt zur Premiere von "Flying Pictures" in den Hamburger Bahnhof.
Der Berliner DJ Matthias Roeingh (60) alias "Dr Motte" kommt zur Premiere von "Flying Pictures" in den Hamburger Bahnhof.  © Jörg Carstensen/dpa

Zu den Schirmherren gehören prominente Namen wie Dr Motte (60), Paul Kalkbrenner (43) und Paul van Dyk (48). 

"Das Lebensgefühl Techno prägt bereits Generationen. So viele Dichter, Denker und Komponisten der modernen Zeit tummeln sich hier und sie wollen gehört werden", heißt in dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Schreiben. 

"Ignorieren Sie nicht ihre künftigen Wähler und ignorieren Sie nicht das, was wir geschaffen haben."

Der Brief wirbt für Dialog. Organisiert wurde die Aktion von Booking United, einer Interessengemeinschaft aus der Musikwirtschaft für Agenturen, Künstler-Tourneen, DJs und Live-Auftritte. Es gehe um die "immer noch ausstehende Anerkennung als wichtigen Teil der deutschen Kultur".

Nach Angaben der Organisation haben die Künstler und Künstlerinnen sowie die Agenturen seit März zwischen 95 und 100 Prozent ihrer Einnahmen verloren. 

"Es gibt leider noch kein greifbares Ende der Pandemie-Beschränkungen für unsere Branche. Die Umsätze der Agenturen und Künstler werden 2021 nicht auf das Vorkrisen-Niveau zurückkehren."

Wie geholfen werden könne? "Geben Sie uns Selbstständigen aus dem Kultursektor eine respektvolle finanzielle Hilfe." In den Niederlanden und Großbritannien erhielten demnach Soloselbstständige und betroffene Unternehmer Existenzgelder.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

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