Mann nahe Alexanderplatz erstochen: Neue Hinweise nach "Aktenzeichen XY..."-Ausstrahlung

Berlin - Bei der Berliner Polizei sind nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY..." mehrere neue Hinweise zu zwei Gewaltverbrechen in der Hauptstadt eingegangen.

Edgar Orlovskij (26) wurde auf dem Gehweg der Karl-Marx-Allee nahe des Alexanderplatzes Opfer einer tödlichen Messerattacke. (Bildmontage)
Edgar Orlovskij (26) wurde auf dem Gehweg der Karl-Marx-Allee nahe des Alexanderplatzes Opfer einer tödlichen Messerattacke. (Bildmontage)  © Annette Riedl/dpa, Polizei Berlin (Bildmontage)

Den Informationen werde gründlich nachgegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. "Wir hoffen, dass noch Weiteres kommt".

Die Polizei ermittelt seit dem 18. März 2019 zu dem gewaltsamen Tod eines 26-Jährigen aus Litauen, der seit Jahren in Berlin lebte und heiraten wollte. Er wurde am 18. März 2019 in der Nähe des Alexanderplatzes erstochen. Gesucht wird nach zwei Männern.

In der Sendung sagte eine Ermittlerin am Mittwochabend, der Fall habe wahrscheinlich mit Organisierter Kriminalität zu tun. Vermutlich habe sich der junge Mann an Tschetschenen gewandt, um Geldschulden für seinen Vater einzutreiben.

In dem anderen Fall wird nach einem äußerst brutalen Räuber gesucht.

Dieser hatte auf einen 79-Jährigen in dessen Wohnung an der Bundesallee nahe dem U-Bahnhof Güntzelstraße am 29. Februar dieses Jahres eingeschlagen, den Senior gefesselt und ihm Augen, Ohren und Mund verklebt. Der Mann habe gegen das Ersticken gekämpft. Der Schwerverletzte, dem auch drei Zähne ausgeschlagen wurden, habe schwer traumatisiert überlebt, hieß es in der Sendung.

Der Räuber sei mit rund 60.000 Euro unerkannt aus der Wohnung geflüchtet. Er soll etwa 30 Jahre alt sein und eine hohe Stirn haben. Zur Tatzeit soll er einen kurzen Bart getragen haben.

Wer etwas zu den Taten beobachtet hat, solle sich melden, bat die Polizei erneut.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa, Polizei Berlin (Bildmontage)

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