Nach "Ende Gelände"-Protest im Tagebau Jänschwalde: 13 Bagger-Besetzer wieder auf freiem Fuß

Cottbus - Nach der Baggerbesetzung im Tagebau Jänschwalde durch Aktivisten des Anti-Kohle-Bündnisses Ende Gelände sind zahlreiche Akteure am Samstag dem Haftrichter vorgeführt worden.

Im Tagebau Jänschwalde (Brandenburg) haben am Freitag Kohlegegner einen Bagger besetzt und Plakate entrollt.
Im Tagebau Jänschwalde (Brandenburg) haben am Freitag Kohlegegner einen Bagger besetzt und Plakate entrollt.  © Paul Zinken/dpa

Das teilte die Polizeidirektion Süd in Cottbus mit. Die 13 Beschuldigten gaben vor dem Haftrichter am Amtsgericht ihre Personalien an und wurden daraufhin wieder entlassen.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte zuvor gegen 13 der 15 Besetzer Haftanträge wegen Fluchtgefahr gestellt. 

Sie seien dringend verdächtig, sich des Hausfriedensbruchs strafbar gemacht zu haben, hieß es. Nach Angaben der Polizei ist die Anordnung von Untersuchungshaft bei leichteren Straftaten auch dann möglich, wenn sich Personen nicht ausweisen können. Dies sei bei den Beschuldigten der Fall gewesen.

Die Umweltaktivisten waren am Freitag in den Lausitzer Braunkohle-Tagebau Jänschwalde eingedrungen und hatten stundenlang einen Bagger besetzt (TAG24 berichtete). Sie forderten einen sofortigen Kohleausstieg. 

Nach elf Stunden beendeten die Besetzer die Aktion in etwa 40 Metern Höhe wegen Gewitterregens aus Sicherheitsgründen.

Die Kriminalisierung des Kampfes um Klimagerechtigkeit sei eine Absurdität, sagte eine Sprecherin des Bündnisses der Deutschen Presse-Agentur in einer ersten Reaktion.

Das wahre Verbrechen sei die Zerstörung der Lebensgrundlage durch Politik und Wirtschaft. "Wir unterstützen unsere Aktivisten im weiteren rechtlichen Prozess."

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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