Endlich Abkühlung von oben: Hubschrauber löschen Sprengplatz

Berlin - Hubschrauber der Bundespolizei sind am Dienstagabend eingesetzt worden, um den noch heißen Sprengplatz im Berliner Grunewald mit Wasser aus der Luft zu kühlen und glühende Stellen zu löschen.

In Berlin sind am Dienstag endlich Löschhubschrauber eingetroffen, die den Sprengplatz in Grunewald aus der Luft kühlen und löschen können.
In Berlin sind am Dienstag endlich Löschhubschrauber eingetroffen, die den Sprengplatz in Grunewald aus der Luft kühlen und löschen können.  © Britta Pedersen/dpa

Die zwei von der Feuerwehr angeforderten Hubschrauber waren am Abend ab etwa 17 Uhr "im Prinzip im Fünf-Minutentakt" unterwegs, um Wasser aus der nahe gelegenen Havel zu holen und über dem Sprenggelände abzuwerfen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der dpa.

Ein dritter Hubschrauber habe den Einsatz begleitet, der voraussichtlich noch bis etwa 21 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit andauern sollte.

Die Einsatzkräfte versprachen sich viel von der Aktion: "Wir erhoffen uns eine große Wirkung", sagte der Feuerwehrsprecher.

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Man habe entgegen einer ersten Einschätzung festgestellt, dass auch das Waldgebiet südlich des Sprengplatzes recht stark durch Munition belastet sei, die durch die Explosionen umhergeflogen sei. "Aber die Brandbekämpfung aus der Luft ist jetzt möglich."

Die Hubschrauber der Bundespolizei können mit einem großen, unter ihnen hängenden Behälter Hunderte Liter Wasser auf einmal transportieren. Sie wurden zuletzt auch bei den Waldbränden in Sachsen eingesetzt.

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Bislang konnten die Einsatzkräfte nur in gepanzerten Fahrzeugen oder mit speziellen Löschrobotern auf den Sprengplatz vordringen.
Bislang konnten die Einsatzkräfte nur in gepanzerten Fahrzeugen oder mit speziellen Löschrobotern auf den Sprengplatz vordringen.  © Paul Zinken/dpa

Am Dienstag kamen sie dem Feuerwehrsprecher zufolge aus Sachsen nach Berlin. Am Mittwoch sollten sie nach derzeitigem Planungsstand aber nicht im Grunewald eingesetzt werden, weil man sie in Sachsen brauche, sagte der Sprecher.

Ob am Mittwoch die gesperrte Autobahn Avus wieder geöffnet werden könne, sei derzeit noch nicht zu sagen.

Auf dem Sprenggelände, wo die Polizei 30 Tonnen alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper lagerte, hatte es in der Nacht zum Donnerstag heftig gebrannt.

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Zahlreiche Explosionen waren zu hören. Wegen der Gefahr durch verstreute Munition und alte Weltkriegsbomben konnte die Feuerwehr bisher nur mit einem Löschpanzer und Löschrobotern die heißen Stellen am Boden und die restlichen Sprengkörper kühlen.

Auch in der Nacht zum Dienstag wurden wieder kleinere Brände gesichtet und kleinere Explosionen gehört.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa

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