Falsche Polizeibeamte bei dreistem Corona-Erpressungsversuch entlarvt

Berlin - Die Polizei, Dein Freund und Helfer? Nicht so in diesem Fall - aber aus einem ersichtlichen Grund: In Berlin haben sich in der Nacht zum Freitag zwei Männer als Polizeibeamte ausgegeben und versucht, von Opfern Geld zu erpressen. Sie wurden allerdings entlarvt und waren plötzlich selbst die Gejagten.

In Berlin haben zwei falsche Polizeibeamte in der Nacht zum Freitag versucht, zwei Männer wegen Verstoßes gegen die geltende Corona-Ordnung um 1000 Euro zu erpressen. (Symbolbild)
In Berlin haben zwei falsche Polizeibeamte in der Nacht zum Freitag versucht, zwei Männer wegen Verstoßes gegen die geltende Corona-Ordnung um 1000 Euro zu erpressen. (Symbolbild)  © 123rf/thomas fehr

Der Vorfall ereignete sich gegen 1.30 Uhr im Bezirk Prenzlauer Berg. Zwei Männer im Alter von 31 und 33 Jahren saßen zu nachtschlafender Zeit im Mauerpark auf einer Bank und hörten leise Musik.

Plötzlich sollen sie von einem Duo angesprochen worden sein, das sich ihnen gegenüber als Polizeibeamte ausgab.

Sie seien zur Überwachung der Infektionsschutzmaßnahmen im Einsatz und forderten die Männer auf, eine Strafe von 1000 Euro zu zahlen, weil sie gegen die geltende Corona-Ordnung verstoßen hätten.

Der 33-Jährige wurde von einem der falschen Beamten sogar durchsucht.

Im weiteren Verlauf der "Polizeiaktion" wurden die "Beschuldigten" jedoch zunehmend misstrauisch, sodass die Betrüger schließlich ohne Beute das Weite suchten.

Die Polizei Berlin informiert bei Twitter über die Festnahme der falschen Polizeibeamten

Weit kamen sie allerdings nicht, denn ihre potenziellen Opfer stellten ihnen nach und riefen die echte Polizei, die die Flüchtenden kurze Zeit später in Gewahrsam nehmen konnte. Die 20 und 25 Jahre alten Männer wurden erkennungsdienstlich behandelt und wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

Titelfoto: 123rf/thomas fehr

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