Rettungseinsätze und Krankentransporte wieder gestiegen? Feuerwehr präsentiert Jahresbilanz

Berlin – Die Berliner Feuerwehr legt an diesem Montag (9.00 Uhr) ihre Jahresbilanz 2019 vor

Die Berliner Feuerwehr legt an diesem Montag (9.00 Uhr) ihre Jahresbilanz 2019 vor.
Die Berliner Feuerwehr legt an diesem Montag (9.00 Uhr) ihre Jahresbilanz 2019 vor.  © Christoph Soeder/dpa

Feuerwehrchef Karsten Homrighausen (52) und Innensenator Andreas Geisel (54, SPD) stellen die Zahlen vor. Erwartet wird, dass besonders die Zahl der Krankentransporte und Rettungseinsätze wieder gestiegen sind. 

2018 hatte es 463.977 Einsätze gegeben, die vor allem von den Krankenwagen absolviert wurden. Es ging nur bei rund 7.500 Einsätzen um das Löschen von Bränden. Das ist nur ein Bruchteil aller Alarmierungen.

Seit 2009 steigen die Einsatzzahlen bei der Berliner Feuerwehr Jahr für Jahr an. Vor allem, weil die Stadt wächst und immer häufiger Sanitäter und Notärzte gerufen werden. Viele dieser Einsätze sind nach Einschätzung der Feuerwehr unnötig.

Besonders abends und am Wochenende gingen die Menschen mit Bagatell-Verletzungen oder leichteren Krankheiten nicht zu einem Bereitschaftsarzt. Stattdessen alarmierten sie die Rettungswagen der Feuerwehr, um ins Krankenhaus gefahren zu werden. 

Dabei müssten die Notfallsanitäter der Feuerwehr eigentlich nur bei lebensgefährlichen und anderen sehr schweren Verletzungen anrücken.

Update, 12 Uhr

Die Berliner Feuerwehr hat im vergangenen Jahr 211 Übergriffe gegen ihre Leute gezählt. 35 Feuerwehrleute wurden dabei verletzt. 2019 sei zum ersten Mal eine derartige Statistik geführt worden, sagte Feuerwehrchef Karsten Homrighausen am Montag bei der Vorstellung der Einsatzbilanz des vergangenen Jahres. "Es kann nicht sein, dass wir bespuckt, beleidigt und bedroht werden."

Aus den 211 Übergriffen gingen laut der Statistik 100 Strafanzeigen bei der Polizei hervor. Bislang gebe es dazu 15 bis 20 konkrete juristische Verfahren. Allein 23 Übergriffe ereigneten sich an Silvester. Als mögliche Gründe nannte Homrighausen eine Enthemmung etwa durch Alkohol und die Anonymität der Großstadt.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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