Brand in Berliner Flüchtlingsunterkunft: Bewohner mussten in klirrender Kälte evakuiert werden

Berlin - Wegen eines Brandes in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft sind rund 130 Bewohner vorübergehend in Bussen untergebracht worden.

Geflüchtete werden in einen Bus gebracht nach einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft im Berliner Stadtteil Friedenau.
Geflüchtete werden in einen Bus gebracht nach einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft im Berliner Stadtteil Friedenau.  © Kay Nietfeld/dpa

Zum Schutz vor der Kälte würden die Menschen dort unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz betreut, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montagabend.

Ein Mensch werde in einem Rettungswagen versorgt. Details waren zunächst nicht bekannt.

In dem Gebäude, dem früheren Rathaus von Friedenau am Breslauer Platz/Niedstraße, brannten laut dem Feuerwehrsprecher Einrichtungsgegenstände in einem Zimmer.

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Der Brand war demnach am Abend bereits gelöscht, lediglich Nachlöscharbeiten dauerten noch an.

Bewohner wurden dem Sprecher zufolge hinausgeführt, niemand halte sich mehr im Inneren auf. Rauch, der sich teils im Haus verteilt hatte, sollte noch abziehen.

Ob und wann die Bewohner in das Gebäude zurückkehren können, stand zunächst nicht fest. Vor Ort waren viele von ihnen in Decken gehüllt und saßen mit Mund-Nase-Schutz in BVG-Bussen. Der Breslauer Platz war gesäumt von zahlreichen Feuerwehrautos und Rettungswagen. Die Feuerwehr hatte angekündigt, mit 80 Kräften im Einsatz oder auf der Anfahrt zu sein.

Wie viele Menschen derzeit insgesamt in der Unterkunft leben, war zunächst nicht bekannt. Die Feuerwehr hatte sich auf einen sogenannten Massenanfall von Verletzten vorbereitet.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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