Nach Attacke auf Kamerateam: Rapper Fler legt erfolgreich Beschwerde gegen Haftbefehl ein

Berlin - Fler (38) ist kein unbeschriebenes Blatt! Immer wieder gerät der Rapper mit dem Gesetz in Konflikt. So auch im März 2020, als er mutmaßlich ein RTL-Fernsehteam am Ku'damm attackiert haben soll und dann von der Polizei in Berlin-Zehlendorf festgenommen wurde. Nun gibt es einen Gerichtsbeschluss.

Der in Berlin geborene Rapper Fler bei einem Auftritt im ColumbiaClub. (Archivbild)
Der in Berlin geborene Rapper Fler bei einem Auftritt im ColumbiaClub. (Archivbild)  © Britta Pedersen/dpa

Weil eine Reporterin ihm eine erste Frage stellen wollte, habe Fler die Kamera weggedrückt, den Kameramann ins Gesicht geschlagen und den Tontechniker bedroht – weil sich der Rapper  in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt gefühlt habe.

Anschließend habe Fler die Kamera entwendet, sei mit seinem Auto geflüchtet, sie aber am nächsten Tag zurückgebracht – allerdings fehlte die Speicherkarte. Darauf berief sich damals der Haftvorwurf des Staatsanwaltes. Weil bei Fler  außerdem ein Verdacht auf Fluchtgefahr und Verdunkelungsgefahr bestanden hatte, klicken bei ihm damals die Handschellen. 

Da aber nach einer Entscheidung des Ermittlungsrichters kein dringender Tatverdacht bestanden hatte, kam Fler nach sechs Stunden in Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen gegen Patrick Losenský, so sein bürgerlicher Name, wegen Raubes und Körperverletzung gingen aber weiter. 

Fler legte Beschwerde gegen den aufgehobenen Haftbefehl ein. Ein Prüfergebnis der Anklagebehörde liegt nun vor, wie der 39-Jährige am Freitag auf Instagram und Twitter vermeldete.

"Auf die Beschwerde des Beschuldigten wird festgestellt, dass der Haftbefehl des Amtsgerichts Tiergarten vom 5. März 2020 [...] rechtswidrig war", ist in dem Beschluss zu lesen. Demnach hätte der Haftbefehl wegen Raubes gegen Fler nicht erfolgen dürfen.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa

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