Hauptstadtflughafen BER nimmt vollständig Betrieb auf

Berlin/Schönefeld - Mit der ersten Landung eines Passagierflugzeugs auf der Südbahn des BER nimmt der neue Hauptstadtflughafen am Mittwochvormittag (10 Uhr) vollständig den Betrieb auf.

Arbeiter des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) legen auf der Startbahn Süd die Sperrkreuze zusammen und transportieren die Kunststoffplanen ab.
Arbeiter des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) legen auf der Startbahn Süd die Sperrkreuze zusammen und transportieren die Kunststoffplanen ab.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Bei dem Flug handelt es sich laut Plan um eine Maschine der Fluggesellschaft Qatar Airways aus der katarischen Hauptstadt Doha. "Damit wird die Südbahn eröffnet", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Dienstag. 

Bereits am Wochenende waren das BER-Hauptterminal T1 mit neun Jahren Verspätung eröffnet und die ersten Passagiere dort abgefertigt worden.

Die Flüge wurden bislang aber ausschließlich über die Nordbahn abgewickelt, die bereits zum alten Flughafen Schönefeld gehörte. Die neu gebaute zweite Start- und Landebahn südlich des Hauptgebäudes blieb vorerst gesperrt. Schönefeld dient dem BER inzwischen als Terminal 5.

Mit der vollständigen Inbetriebnahme des neuen Flughafens rückt auch das Ende des 60 Jahre alten Standorts Tegel im Norden Berlins näher. 

Der letzte reguläre Flugtag ist dort für diesen Samstag angesetzt. Am späten Samstagabend soll dann mit Eurowings das letzte reguläre Passagierflugzeug abheben. Ein letzter Sonderflug ist für Sonntag geplant - eine Air-France-Maschine zum Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

Am zuletzt für jährlich rund zehn Millionen Fluggäste ausgelegten Flughafen Tegel waren im vergangenen Jahr laut Lütke Daldrup mehr als 24 Millionen Passagiere abgefertigt worden. In der Corona-Krise waren die Zahlen wie an allen Flughäfen aber massiv eingebrochen.

 "Wir haben sicherlich alle ein bisschen Wehmut, viele Emotionen mit diesem Flughafen verbunden. Er hat eine lange Geschichte und hat immer performt", sagte Lütke Daldrup.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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