Flughafen Tegel könnte ab 1. Juni vorübergehend schließen

Berlin - Die Betreiber des Berliner Flughafens Tegel bereiten in der Corona-Krise eine vorübergehende Schließung des Flughafens vor.

Ein Flugzeug überfliegt beim Landeanflug auf den Flughafen Tegel Wohnhäuser im Wedding. (Archivbild)
Ein Flugzeug überfliegt beim Landeanflug auf den Flughafen Tegel Wohnhäuser im Wedding. (Archivbild)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Dazu soll bei der Luftfahrtbehörde die Befreiung von der Betriebspflicht beantragt werden, wie das Unternehmen am Mittwoch ankündigte. Der Flugbetrieb würde dann auf den zweiten Berliner Flughafen in Schönefeld konzentriert.

Die Flughäfen hätten nur ein Prozent der üblichen Passagierzahl, sagte Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup. "Wir werden den Antrag heute stellen", kündigte er an.

Wann Tegel außer Betrieb genommen wird, ist noch offen. 

Berlin, Brandenburg und der Bund als Eigentümer wollen in zwei Wochen erneut in einer Gesellschafterversammlung darüber beraten.

Update, 20 Uhr: Flughafen Tegel könnte Anfang Juni außer Betrieb gehen

 Die Betreiber des Berliner Flughafens Tegel bereiten in der Corona-Krise eine vorübergehende Schließung des Flughafens ab 1. Juni vor. Ende Mai solle dann abhängig von der Passagierzahl entschieden werden. Der Berliner Flugbetrieb würde dann für mindestens zwei Monate auf den zweiten Berliner Flughafen in Schönefeld konzentriert.

"Wir sehen praktisch weltweit, dass der Flugverkehr eingestellt ist, dass riesige Flughäfen in anderen Ländern geschlossen sind", argumentierte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) im rbb-Sender 88,8. "Und wir müssen jetzt einfach auch sehen, dass es keinen Sinn macht, zwei Infrastrukturen aufrechtzuerhalten mit Tegel und dem alten Schönefelder Flughafen."

Lütke Dalrup rechnet wegen weltweiter Reisebeschränkungen in der Corona-Krise nicht mit einer schnellen Erholung. Es könne länger als ein Jahr dauern. Geschäftsreisen erreichten möglicherweise gar nicht mehr das alte Niveau. "Von daher erwarten wir, dass es auch zwei, drei Jahre dauern könnte, bis wir ein Vorkrisenniveau erreichen."

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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