Flughafengesellschaft leidet unter Corona-Krise und will Hunderte Stellen streichen

Potsdam - Nach dem Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Pandemie will die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) auch durch Arbeitsplatzabbau Kosten einsparen.

Gäste blicken von der Besucherterrasse vom Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) im Licht der untergehenden Sonne auf das Vorfeld.
Gäste blicken von der Besucherterrasse vom Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) im Licht der untergehenden Sonne auf das Vorfeld.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Bis 2025 sollen 535 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut werden, wie Finanzchefin Aletta von Massenbach am Montag im Flughafenausschuss des Brandenburger Landtags ankündigte. Im kommenden Jahr sollen 115 Stellen abgebaut werden.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup betonte, die FBB könne die Verluste gegenwärtig nur mit harten Einsparungen auffangen.

Neben Kurzarbeit in erheblichem Umfang könnten mit der zeitweisen Schließung der derzeit nicht benötigten Südbahn und des Terminals Schönefeld-Alt weitere Personalkosten eingespart werden.

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"Nur wenn wir Fluggäste generieren, können wir unsere Kosten decken oder gar Gewinne machen", sagte Lütke-Daldrup. In diesem Jahr habe es an den Berliner Flughäfen nur neun Millionen Fluggäste gegeben.

Auch wenn man nach Beginn von Impfungen im zweiten Halbjahr 2021 wieder auf Besserung hoffe, würden im kommenden Jahr insgesamt nicht mehr Fluggäste erwartet.

Zu den Ausfällen bei den Flughafengebühren kämen Verluste wegen der Umsatzeinbußen des Einzelhandels. "Der Flughafen lebt zu zwei Dritteln von den Einnahmen des Flugbetriebs und zu einem Drittel von den Einnahmen aus dem Handel und anderer Dienstleistungen", erläuterte Lütke Daldrup.

Wegen des Einbruchs der Fluggastzahlen durch die Corona-Pandemie müsse die Flughafengesellschaft nach 300 Millionen Euro in diesem Jahr und für das kommende Jahr Hilfen in Höhe von bis zu 660 Millionen Euro beantragen, sagte Lütke Daldrup.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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