Flugverkehrsgegner wollen BER-Eröffnung "massiv stören"

Berlin - Auf diese Aktion konnten sich die Flugverkehrsgegner neun Jahre lang vorbereiten: Am Samstag eröffnet endlich der neue Hauptstadtflughafen BER. Das wollen mehrere Gruppen nutzen, um die Eröffnung "massiv zu stören".

Polizisten begleiten Demonstranten vom Dach vor Terminal 1 am neuen Hauptstadtflughafen BER. Mehrere Gruppen hatten angekündigt, die Eröffnung massiv stören zu wollen.
Polizisten begleiten Demonstranten vom Dach vor Terminal 1 am neuen Hauptstadtflughafen BER. Mehrere Gruppen hatten angekündigt, die Eröffnung massiv stören zu wollen.  © Michael Kappeler/dpa

Mehrere Dutzend Mitglieder der Gruppe Am Boden bleiben, die sich für die Verringerung des weltweiten Flugverkehrs engagiert, haben sich am BER versammelt.

"Unser Ziel ist, den Flughafen lahmzulegen und die Eröffnung massiv zu stören", sagte Lena Tucnak, eine der Sprecherinnen, am Samstagvormittag. "Es kann nicht sein, dass in Zeiten der Klimakrise ein neuer Riesenflughafen eröffnet wird."

Der Flugverkehrs müsse insgesamt deutlich verringert werden. "Wir sind dafür, Inlandsflüge einzustellen und Regionalflughäfen zu schließen", sagte Tucnak. Nötig sei eine gesellschaftliche Diskussion darüber, welche Flüge noch nötig seien und welche nicht.

Die Gruppe hatte am Freitag eine Aktion zivilen Ungehorsams angekündigt, um die Flughafeneröffnung zu behindern. Auch andere Gruppen wie Fridays for Future oder Extinction Rebellion haben Protestaktionen angekündigt. 

Unter anderem ist eine Demo geplant, die am Vormittag vom alten Flughafen Schönefeld zum BER führen soll.

Die Polizei hatte angekündigt, sie werde mit einem Großaufgebot vor Ort sein, um die Sicherheit der Eröffnungsveranstaltung zu gewährleisten.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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