Universität prüft erneut Franziska Giffeys umstrittene Doktorarbeit

Berlin - Obwohl Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42, SPD) nach Diskussionen um ihre Dissertation auf das Führen ihres Doktortitels verzichtet, prüft die Freie Universität Berlin die umstrittene wissenschaftliche Arbeit erneut.

Franziska Giffey (42, SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kommt in einem Wagen mit Nase-Mund-Bedeckung zur Vorstellung des Zwischenberichts zur Konzertierten Aktion Pflege an der Bundespressekonferenz an.
Franziska Giffey (42, SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kommt in einem Wagen mit Nase-Mund-Bedeckung zur Vorstellung des Zwischenberichts zur Konzertierten Aktion Pflege an der Bundespressekonferenz an.  © Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Das teilte die Universität am Mittwochabend mit. Es solle nun untersucht werden, ob in der Abwägung nach Abschluss des ersten Prüfverfahrens die richtige Entscheidung getroffen worden sei.

Es bestehe der Wunsch, das Verfahren - ungeachtet der Komplexität - möglichst in der Vorlesungszeit des Wintersemesters abzuschließen.

Die Familienministerin hatte am erklärt, sie verzichte auf das Führen ihres Doktortitels. Der Hintergrund für diesen Schritt: Die Freie Universität (FU) hatte zuvor angekündigt, sie wolle das Prüfverfahren um ihre Doktorarbeit neu aufrollen.

Giffey hatte weitere Konsequenzen ausgeschlossen. Sie will an ihrer Kandidatur für den Berliner SPD-Landesvorsitz am 27. November festhalten.

Ein Sprecher der FU hatte am Freitag mitgeteilt, man habe Giffeys Schreiben zur Kenntnis genommen und die FU prüfe nun mögliche Auswirkungen auf das Verfahren.

Die CDU-Spitze hatte nach dem Verzicht der SPD-Ministerin auf das Führen ihres Doktortitels auf eine Fortsetzung des Prüfverfahrens gepocht.

"In der Causa Giffey ist im Interesse der Integrität unseres Wissenschaftssystems eine abschließende Überprüfung und Bewertung unerlässlich", sagte die Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses Bildung, Forschung und Innovation, Karin Prien, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

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