Frau (59) unter "Agentenbrücke" aus eiskaltem Wasser gefischt

Berlin/Potsdam - Es war eine Szene wie in einem Film: Passanten sollen am Sonntagabend eine Frau (59) entdeckt haben, die hilflos in der eiskalten Havel trieb - genau unterhalb der Glienicker Brücke.

Rettungswagen stehen mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Glienicker Brücke, unter der am Sonntagabend eine 59-Jährige hilflos in der eiskalten Havel trieb.
Rettungswagen stehen mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Glienicker Brücke, unter der am Sonntagabend eine 59-Jährige hilflos in der eiskalten Havel trieb.  © Julian Stähle

Nach TAG24-Informationen hätten die Zeugen umgehend die Rettungskräfte alarmiert.

Polizei und Feuerwehr seien daraufhin mit mehreren Fahrzeugen zu dem historischen Schauplatz ausgerückt.

Die Feuerwehr habe die 59-Jährige mit einem Boot aus ihrer misslichen Lage befreit, da sie nicht mehr aus eigener Kraft das rettende Ufer erreichen konnte.

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Anschließend sei die unterkühlte Frau von den Rettungskräften in ein Krankenhaus transportiert worden.

Warum die Dame in der eiskalten Havel schwamm, ist bislang unklar. Die Polizei habe jedoch keine Anzeichen für eine Straftat ermitteln können und auch einen Suizidversuch ausgeschlossen.

Die Glienicker Brücke erlangte während des Kalten Krieges Berühmtheit, da es dort zwischen Februar 1962 und Februar 1986 dreimal zum Austausch feindlicher Agenten kam, daher auch ihr Spitzname "Agentenbrücke". Zudem wurde sie im Hollywood-Streifen "Bridge of Spies: Der Unterhändler" von Oscar-Preisträger Steven Spielberg (74) filmreif in Szene gesetzt.

Titelfoto: Julian Stähle

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