Frau rennt mit Messer durch Obdachlosen-Unterkunft und bedroht Polizisten

Berlin - Polizeibeamte haben eine mutmaßlich gewaltbereite Frau in Berlin-Friedrichshain mit einem sogenannten Taser aufgehalten.

Die Frau drohte, die alarmierten Einsatzkräfte und anschließend sich selbst zu töten. (Symbolbild)
Die Frau drohte, die alarmierten Einsatzkräfte und anschließend sich selbst zu töten. (Symbolbild)  © Christian Horz/123RF

Die Polizei teilte mit, die 24-Jährige sei in der Nacht zum Mittwoch mit einem Messer durch eine Unterkunft für Obdachlose gelaufen und habe damit gedroht, die alarmierten Einsatzkräfte und anschließend sich selbst zu töten.

Als sie andeutete, das Messer auf die Beamten zu werfen, hätten die eine Elektroschock-Pistole eingesetzt und sie so überwältigt.

Durch den Schock stürzte die 24-Jährige demnach zu Boden und erlitt dabei leichte Prellungen. Sie wurde zur psychiatrischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

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Taser können von der Berliner Polizei bei Bedarf seit 2017 angefordert und eingesetzt werden. Die Elektroschock-Waffen sind umstritten, weil es in den USA Fälle gab, in denen Menschen mit einem Herzfehler durch die Stromschläge gestorben sein sollen.

Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei aus dem Jahr 2020 wurden bereits mehrere versuchte Selbsttötungen in Berlin durch den Einsatz von Tasern verhindert.

Die Dauer des Pilotprojekts wurde Anfang des Jahres verlängert, es soll einer Sprecherin der Innenverwaltung zufolge bis Ende 2021 laufen.

Titelfoto: Christian Horz/123RF

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