Tausende "Fridays for Future"-Anhänger gehen in Berlin für das Klima auf die Straße

Berlin -  Für Freitag hat die Bewegung Fridays for Future zu Protesten für den Klimaschutz und die Energiewende aufgerufen.

Quang Paasch von "Fridays for Future" äußert sich bei einer Pressekonferenz
Quang Paasch von "Fridays for Future" äußert sich bei einer Pressekonferenz  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Im Rahmen des nächsten globalen Klimastreiks sind bundesweit mehr als 400 Demonstrationen geplant.

 In Berlin soll die Auftaktkundgebung um 11 Uhr am Brandenburger Tor beginnen, wie Fridays-for-Future-Sprecher Quang Paasch am Donnerstag sagte.

Zeitgleich sollen Fahrraddemos zum einen am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof und zum anderen nicht wie zunächst angekündigt am Potsdamer Platz, sondern in der Ebertstraße im Bezirk Mitte starten. 

Geplant ist, dass die Teilnehmer anschließend ebenfalls am Brandenburger Tor eintreffen. Dort beginnt das Hauptprogramm gegen 12 Uhr. 

Vorgesehen sind mehrere Redebeiträge unter anderem von Luisa Neubauer, der bekanntesten Vertreterin der jungen Klimabewegung in Deutschland.

Auf einer Bühne sollen aber auch Bands wie AnnenMayKantereit auftreten, wie der Sprecher sagte. 

Die Zahl der Teilnehmer sei vor dem Hintergrund der Corona-Krise schwer einzuschätzen. Für die Veranstaltung am Brandenburger Tor seien 10.000, für die beiden Fahrraddemos jeweils 4000 Teilnehmer angemeldet worden. 

Als Panda verkleidet demonstriert ein Teilnehmer mit Fridays for Future Aktivisten im Rahmen eines internationalen Klimaprotesttages wieder für mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise.
Als Panda verkleidet demonstriert ein Teilnehmer mit Fridays for Future Aktivisten im Rahmen eines internationalen Klimaprotesttages wieder für mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise.  © Kay Nietfeld/dpa

Paasch zufolge trifft die Klimakrise genau wie die Corona-Krise vor allem diejenigen, die unter sozialen Ungerechtigkeiten leiden. "Wir lassen das nicht zu. Wir gehen wieder auf die Straße, um für Klimagerechtigkeit zu protestieren."

Update, 12.20 Uhr: Klimastreik hat begonnen

Bei regnerischem Wetter hat am Freitag in Berlin eine Demonstration für mehr Klimaschutz begonnen. Am Brandenburger Tor versammelten sich Menschen zu einer Mahnwache der Klimaschutzbewegung Fridays for Future. 

Zudem sollte es zwei Fahrraddemos am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof und in der Ebertstraße geben, die am Brandenburger Tor enden sollten.

Update, 14.20 Uhr: Klimaaktivistin Neubauer: "Werden für 1,5 Grad kämpfen"

Die deutsche Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat bei der Demonstration von Fridays for Future in Berlin angekündigt, dass die Bewegung trotz der Beschränkungen in der Corona-Pandemie weiter für ihre Ziele kämpfen wird. 

"Wir werden im nächsten Jahr alles, was in unserer Macht steht, dafür tun, dass diese Bundestagswahl die erste ist, in der jede demokratische Partei einen 1,5-Grad-Plan hat", sagte sie am Freitag am Brandenburger Tor. 

Die Bewegung kämpfe für eine effektive Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase, für mehr Klimagerechtigkeit sowie dafür, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Sie fügte an: "Wir sind da, aber sowas von."

Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future demonstrieren bei regnerischem Wetter in Berlin.
Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future demonstrieren bei regnerischem Wetter in Berlin.  © Kay Nietfeld/dpa
Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future demonstrieren im Rahmen eines internationalen Klimaprotesttages wieder für mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise.
Aktivisten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future demonstrieren im Rahmen eines internationalen Klimaprotesttages wieder für mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 16.01 Uhr: 21.000 Teilnehmer laut Veranstalter bei Klima-Mahnwache in Berlin

Bei der Klima-Mahnwache von Fridays for Future in am Brandenburger Tor haben sich nach Angaben der Veranstalter rund 21.000 Menschen beteiligt. 

Die Polizei zählte nur die Hälfte. Laut einem Sprecher wurden die angemeldeten 10.000 Teilnehmer nahezu erreicht. 

Die Mahnwache war Teil eines globalen Protesttages. Neben der Kundgebung gab es auch mehrere Fahrraddemos. 

Laut Polizei verliefen die Proteste am Freitag ohne Zwischenfälle. 

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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