Brandanschlag auf Asylheim: Versicherung fordert Schadenersatz in Millionenhöhe

Potsdam - In einem Zivilprozess müssen sich die mutmaßlichen Brandstifter des Feuers an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen einer Millionenforderung stellen.

Spürhunde der Berliner Polizei sind vor der abgebrannten Turnhalle in Nauen im Einsatz. (Archivbild)
Spürhunde der Berliner Polizei sind vor der abgebrannten Turnhalle in Nauen im Einsatz. (Archivbild)  © Nestor Bachmann/dpa-Zentralbild/dpa

Die Ostdeutsche Kommunalversicherung verlangt von dem Ex-NPD-Politiker Maik Schneider (33) und einem bereits rechtskräftig verurteilten Mittäter knapp 2,9 Millionen Euro Schadenersatz. 

Am Dienstag (12 Uhr) steht die Verhandlung vor dem Landgericht Potsdam an. Ein weiterer Mittäter wurde laut Gericht bereits mit einem rechtskräftigen Versäumnisurteil zur Zahlung verurteilt.

Die Turnhalle in Nauen war im August 2015 niedergebrannt. Die Versicherung fordert die Kosten für den Wiederaufbau zurück. 

Für diesen Brandanschlag und weitere Delikte wurde Schneider im Oktober vergangenen Jahres in einem Revisionsprozess zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren und einem Monat verurteilt. 

Sein Anwalt hat dagegen erneut Rechtsmittel eingelegt.

Der Mittäter war im ersten Prozess im Februar 2017 rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Titelfoto: Nestor Bachmann/dpa-Zentralbild/dpa

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