Gedächtniskirche feiert Jubiläum: der "Hohle Zahn" wird 125 Jahre alt

Berlin - Die Gedächtniskirche, von den Berlinern auch scherzhaft "Hohler Zahn" genannt, feiert am Dienstag ihr 125-jähriges Bestehen.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin mit "Puderdose" links vom Hauptturm und "Lippenstift" rechts davon. Der "Hohle Zahn" feiert am Dienstag sein 125-jähriges Bestehen.
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin mit "Puderdose" links vom Hauptturm und "Lippenstift" rechts davon. Der "Hohle Zahn" feiert am Dienstag sein 125-jähriges Bestehen.  © Christoph Soeder/dpa

Das Wahrzeichen, offiziell Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, sei ein Ort der Erinnerung und Mahnung an die Schrecken des Krieges, betonte der evangelische Bischof Christian Stäblein (53) am Montag.

Sie sei damit auch ein besonderer Ort für die Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit. Das Jubiläum wird mit einer Festwoche mit Orgelmusik, Führungen, Vorträgen und Gottesdiensten gefeiert.

Die Kirche wurde von 1891 bis 1895 im Stil der Neoromanik errichtet. Vor seiner Zerstörung hatte der Hauptturm eine Höhe von 113 Metern, heute misst die Turmruine nur noch 71 Meter.

Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg durch einen britischen Luftangriff wurde der Turm bewusst als Ruine belassen, ein moderner Bau des Architekten Egon Eiermann kam später dazu. Dieser besteht aus einem sechseckigen Turm und einem achteckigen Hauptbau, die von den Berlinern auch als "Lippenstift mit Puderdose" bezeichnet werden.

2016 war die Gedächtniskirche Schauplatz des Terroranschlags am Breitscheidplatz. Danach wurde Trauer- und Gedenkarbeit zu einer weiteren Aufgabe der Kirche.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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