Demos in Berlin zum gewaltsamen Tod von George Floyd verzeichnen großen Zuwachs

Berlin - Deutlich mehr Menschen als erwartet sind am Sonntag in Berlin wegen des Todes des Afroamerikaners George Floyd (†46) auf die Straße gegangen.

Demonstranten protestieren in Kreuzberg nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt, u.a. mit einem Schild "Protect black kids".
Demonstranten protestieren in Kreuzberg nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt, u.a. mit einem Schild "Protect black kids".  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Floyd war am Montag nach einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Großstadt Minneapolis gestorben. 

Unter dem Motto "Police brutality USA amidst the killing of George Floyd in Minneapolis" zogen am Mittag "in der Spitze rund 1500 Teilnehmer" durch Kreuzberg, wie ein Polizeisprecher mitteilte. 

Eine Privatperson hatte für die Demonstration demnach ursprünglich nur 100 Teilnehmer angemeldet.

Der Protestzug ging vom Mehringdamm zum Hermannplatz. Am Südstern gab es eine Zwischenkundgebung. Unter den Demonstranten waren auch Familien und Kinder. 

Sie zeigten Plakate mit Slogans wie "I can't breathe, Justice for George Floyd" und "Being black is not a crime".

Zuvor zog am Morgen ein "Gedenkmarsch gegen rassistische Polizeigewalt in den USA" zum Brandenburger Tor. 

Statt der angemeldeten 75 Menschen waren nach Polizeiangaben rund 200 Teilnehmer unterwegs, ebenfalls auf Initiative einer Privatperson. Beide Protestzüge seien friedlich verlaufen, sagte der Polizeisprecher am Nachmittag.

Bereits am Samstag hatten etwa 2000 Menschen vor der US-Botschaft in Berlin protestiert. Infolge von Floyds Tod war es zu schweren Ausschreitungen in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gekommen.

Auch in anderen US-Städten kam es am Wochenende zu teils heftigen Protesten.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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