Großrazzia in Berlin nach Millionen-Coup im Bode-Museum: Wurde die 100-Kilo-Goldmünze eingeschmolzen?

Berlin - In Berlin sind Einsatzkräfte der Polizei am Mittwoch zu einer groß angelegten Razzia ausgerückt. Durchsucht werden Wohnungen und Juweliergeschäfte, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" steht im Bode-Museum. (Archivbild)
Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" steht im Bode-Museum. (Archivbild)  © Marcel Mettelsiefen/dpa

Es gebe den Verdacht, dass gestohlenes Gold eingeschmolzen und zu gefälschten Münzen umgewandelt worden sei.

Nach Informationen von Spiegel-TV soll es um den Einbruch ins Bode-Museum im März 2017 gehen. Ein Ermittler sagte: "Die Chancen stehen 50:50, dass wir noch Reste der Goldmünze finden."

Bei dem Einbruch in das Museum wurde die 100 Kilogramm schwere Goldmünze "Big Maple Leaf" mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro entwendet. Sie wurde bis heute nicht gefunden. Ermittler gingen seit langem davon aus, dass das wertvolle Stück eingeschmolzen wurde.

Im Februar hatte das Landgericht wegen des spektakulären Diebstahls gegen zwei Männer aus einer polizeibekannten, arabischstämmigen Großfamilie eine Jugendstrafe von jeweils viereinhalb Jahren Haft verhängt.

Ein Ex-Wachmann, der nach Überzeugung des Gerichts das Museum auskundschaftete, bekam drei Jahre und vier Monate Gefängnis. Das Urteil ist in einem Fall bereits rechtskräftig.

Update, 13.56 Uhr: Polizei stellt bei Razzia gefälschte Münzen und Bargeld sicher

Bei Durchsuchungen von mehr als einem Dutzend Juweliergeschäften und Wohnungen in Berlin hat die Polizei unter anderem mutmaßlich gefälschte Münzen, Fälscherwerkzeug sowie einen fünfstelligen Geldbetrag sichergestellt. Das teilten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Berlin mit. Die Auswertung der Beweismittel dauere noch an.

Unter anderem würden mögliche Verbindungen zum Diebstahl im Berliner Bode-Museum im März 2017 geprüft. Dabei wurde die Goldmünze "Big Maple Leaf" mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro entwendet. Sie wurde bis heute nicht gefunden.

Die Durchsuchungen stehen den Angaben zufolge im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei und der gewerbsmäßigen Geldfälschung.

Die acht Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 51 Jahren unterschiedlicher Staatsangehörigkeit seien verdächtig, sich gestohlenes Gold beschafft zu haben, um es einzuschmelzen und daraus gefälschte Goldmünzen herzustellen.

Titelfoto: Marcel Mettelsiefen/dpa

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