Großteil Brandenburgs geologisch für Atommüll-Endlager geeignet

Potsdam - Auf der Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland könnten nach Erkenntnissen der Bundesgesellschaft für Endlagerung auch große Teile Brandenburgs grundsätzlich geologisch geeignet sein.

Gelbe Metalltonnen sind mit dem Radioaktiv-Zeichen versehen. Ab 2050 sollen in Deutschland Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden. Zu diesem Zweck werden Gebiete ausgewiesen, die sich als Atommüll-Endlager eignen, so auch in Brandenburg.
Gelbe Metalltonnen sind mit dem Radioaktiv-Zeichen versehen. Ab 2050 sollen in Deutschland Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden. Zu diesem Zweck werden Gebiete ausgewiesen, die sich als Atommüll-Endlager eignen, so auch in Brandenburg.  © Sebastian Kahnert/dpa

In einem Zwischenbericht Teilgebiete, der am Montag veröffentlicht wurde, sind weite Teile des Landes mit Tongestein aufgeführt, darunter im Westen, Nordwesten und Südosten. Unter anderem im Süden Brandenburgs werden auch Gebiete mit Steinsalz ausgewiesen, darunter in der Niederlausitz.

Gebiete mit kristallinem Wirtsgestein, das eine Ausbreitung von radioaktiven Stoffen möglichst dauerhaft verhindern soll, gibt es laut einer Übersichtskarte der Bundesgesellschaft ebenfalls im Süden an der Grenze des Landes zu Sachsen. Demnach überlagern sich die Teilgebiete teilweise.

2031 soll der Standort gefunden sein, ab 2050 sollen Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden. Der Bericht listet erst einmal alle Regionen in Deutschland auf, "die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten lassen", so schreibt es das entsprechende Gesetz vor.

Deswegen sind es noch ziemlich viele und teils auch recht große Gebiete. Konkreter wird es erst in den kommenden Jahren. In Deutschland wird im Jahr 2022 das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet.

Neben Brandenburg halten die Experten auch Gebiete in anderen ostdeutschen Bundesländern für geeignet, darunter Sachsen und Sachsen-Anhalt. Auch Bayern und Baden-Württemberg und der Nordwesten Deutschlands sind aufgeführt. Insgesamt hat die Bundesgesellschaft einen Anteil von 54 Prozent als Teilgebiet ausgewiesen. In der Summe wurden 90 Teilgebiete benannt.

Teilgebiete sind jene Gebiete in Deutschland, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle in einem der drei Wirtsgesteine erwarten lassen. Das Endlager soll unterirdisch in Salz, Ton oder Kristallin - also vor allem Granit - entstehen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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