Günstige Mietwohnungen weiter Mangelware in Berlin

Berlin - Keine Entspannung am Berliner Wohnungsmarkt in Sicht! Eigentlich sollten Mietpreisbremse und Neubau die Situation in der Hauptstadt verbessern, doch günstige Wohnungen sind in fast allen Bezirken noch immer Mangelware.

Wohnblöcke in Berlin. Nach einem Bericht der Investitionsbank Berlin sind günstige Mietwohnungen weiterhin Mangelware in der Hauptstadt.
Wohnblöcke in Berlin. Nach einem Bericht der Investitionsbank Berlin sind günstige Mietwohnungen weiterhin Mangelware in der Hauptstadt.  © Lukas Schulze/dpa

Bezahlbare Mietwohnungen bleiben nach einem Bericht der Investitionsbank Berlin (IBB) in der Hauptstadt knapp. Von einer deutlichen Entspannung des Marktes sei vorerst nicht auszugehen, folgerte Vorstandschef Jürgen Allerkamp aus einer Befragung von rund 200 Immobilien-Experten.

Wohnungen im unteren Segment mit Quadratmetermieten von monatlich weniger als sieben Euro kalt sind demnach in nahezu allen Bezirken Mangelware.

Dazu trägt bei, dass Bauland als knapp und der Widerstand gegen Bauvorhaben als groß wahrgenommen wird.

Zwar erwarten viele befragte Fachleute, dass in Folge der Corona-Krise weniger Menschen nach Berlin ziehen. Es wird aber auch eher mit weniger als mit mehr Bauanträgen gerechnet.

Die Nachfrage nach Mietwohnungen dürfte nach dem "IBB-Wohnungsmarktbarometer 2020", das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, eher zunehmen als abnehmen.

Gefragt sind vor allem Wohnungen mit 45 bis 100 Quadratmetern Fläche. Daneben suchen Mieter nach dem Bericht vor allem Wohnungen mit Balkon oder Terrasse, in gut angebundener Lage und mit stabilem sozialen Umfeld. Verglichen damit sind ihnen andere Merkmale wie ein Aufzug oder eine Einbauküche nach Einschätzung der Experten weniger wichtig.

Titelfoto: Lukas Schulze/dpa

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