Häftling aus JVA Plötzensee tot in seiner Zelle gefunden

Berlin - Nach nur zwei Tagen Haft ist in dem Berliner Gefängnis Plötzensee ein Mann tot in seiner Zelle gefunden worden.

Der Mann verbüßte in der JVA Plötzensee eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Urkundenfälschung. (Archivbild)
Der Mann verbüßte in der JVA Plötzensee eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Urkundenfälschung. (Archivbild)  © Paul Zinken/dpa

Der Mann verbüßte eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Urkundenfälschung, weil er eine Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wie ein Justizsprecher am Montag sagte.

Der Mann, der alleine in der Zelle untergebracht war, wurde demnach bereits am Abend des 4. Dezember bei der abendlichen Routine-Kontrolle gefunden.

Es handele sich um den ersten Suizid in diesem Jahr in einer der Berliner Haftanstalten, sagte der Sprecher. Es werde ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren geben, um die Hintergründe zu beleuchten.

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Im vergangenen Jahr gab es demnach neun Suizide in den Gefängnissen, 2019 keinen Fall.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide und versuchte Selbstmorde. Da dieser Vorfall jedoch durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit erlangte, hat sich die Redaktion entschieden, ihn doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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